Sandfläche erneuert

Baubetriebshof pflegt 78 Spielplätze in Stuhr

Arbeiter entfernen Sand auf dem Spielplatz Ritterspornweg.
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Sandtausch: Mitarbeiter des Baubetriebshofs erneuern den rund acht Jahre alten Sand am Spielplatz Ritterspornweg.

In Stuhr zeichnet sich der Baubetriebshof für die Instandhaltung aller 78 Spielplätze im Gemeindegebiet zuständig. Dabei fallen jährlich rund 3 000 Arbeitsstunden an. Für den Einsatz von Personal sowie Maschinen und Fahrzeugen entstehen in diesem Zusammenhang Kosten in Höhe von rund 210 000 Euro.

Stuhr – Rund 3 000 Arbeitsstunden, so viel kommt im Zuge der jährlichen Unterhaltung der Spielplätze, die Grünflächenarbeiten sowie Kontrollen und Reparaturen von Spielgeräten umfassen, zusammen. Das teilt die Gemeinde Stuhr mit. Für den Einsatz von Personal sowie Maschinen und Fahrzeugen entstehen dabei Kosten in Höhe von rund 210 000 Euro.

Doch warum gibt es an einigen der 78 Spielstätten und Flächen in Stuhr heute weniger Attraktionen als früher? „Die Gemeinde passt den Bedarf an Spielgeräten kontinuierlich den sich verändernden Gegebenheiten an“, sagt Kerstin Frohburg, Fachbereich Bildung, Soziales und Freizeit. Konkret frage die Verwaltung alle fünf bis zehn Jahre die Einwohnerzahl beim Einwohnermeldewesen ab. Anhand der Altersstruktur in der Bevölkerung ändere die Gemeinde dann die Zahl und Eigenschaft der Spielgeräte auf Spielplätzen. Das bestätigt Guido Stuck, Leiter des Betriebshofes der Gemeinde Stuhr (BBH). „Ändert sich die Altersstruktur, werden Geräte nicht mehr bespielt.“ Dann kämen stattdessen andere oder die Mitarbeiter bauen sie ersatzlos zurück. So sei auch der Spielplatz Stuhrreihe in der Vergangenheit verkleinert worden, so Frohburg. „Es kommen aber auch neue Spielgeräte hinzu“, unterstreicht Betriebsleiter Stuck – so am Vorzeigespieplatz Weyher Straße.

Letztlich sollen sowohl das Rathaus als auch der Baubetriebshof sowie alle anderen Gewerke in der Gemeinde in die Lage versetzt werden, sich stets ein aktuelles Lagebild über den Zustand beispielsweise der Spielplätze zu machen. Die Gemeinde Stuhr will dazu eine neue Plattform ausschreiben. „Es soll ein dynamisches System entwickelt werden“, so Frohburg. Jeder Beteiligte könne dann einen Datensatz einfügen. Momentan sei die Verwaltung noch in der Markterforschung. „Wir müssen wissen, was es auf dem Markt gibt, damit wir unsere Erwartungen realistisch formulieren können, bevor das Auftragswesen daraus entsteht.“

Timo Finkenstädt, Technischer Leiter des Baubetriebshofes, betont die Synergieeffekte einer digitalen Spielplatzkontrolle. Mit so einem Programm könne beispielsweise der Gärtner vor Ort seine Beobachtungen in das System einpflegen – wie auch alle anderen Gewerke. Das spare Wege und schaffe schnell ein aktuelles Lagebild. „Wir wollen kein Einzelprogramm für viele kleine Dinge, sondern eins für alles“, sagt Frohburg. Deswegen sei der Prozess aufweniger. Angeschaut hätten sich die Mitarbeiter des BBH schon einige Programme. Finkenstädt: „Wir sind in der Findungsphase.“

Die routinemäßige Wartung der Spielplätze leisten die Mitarbeiter des Bauhofs einmal wöchentlich anhand einer Sichtprüfung. „Kleinere Sachen kann der Kontrolleur selbst machen, bei größeren wird der Spielplatz zunächst abgesperrt“, sagt Betriebsleiter Stuck. Ein Gärtnertrupp erledige den Grünschnitt. An der Front gebe es momentan aufgrund des frühlingshaften Wachstums besonders viel zu tun. Das größte Problem bei den Spielplätzen sieht er derzeit im Vandalismus – der mutwilligen Zerstörung an Spielgeräten- und plätzen. „Das ist ganz enorm zur Zeit“, so Stuck. Das Müllaufkommen hingegen betrachte er als nicht außergewöhnlich. Frohburg ergänzt: „Da, wo Menschen hingehen, entsteht auch Müll.“ Laut Finkenstädt fahre der BBH immer montags alle großen Plätze ab und räume die Hinterlassenschaften des Wochenendes auf.

Für die Verkehrssicherheit der Plätze sei auch der Spielplatzsand ein wichtiges Kriterium. So müsse der Fallschutz sichergestellt sein. Das bedeutet laut Stuck, mindestens 20 bis 25 Zentimeter tief dürfen keine Fremdkörper sein. Mögliche Probleme: Wurzeln, Verschmutzung oder Glassplitter. Wie oft ein komplettes Sandbett eines Spielplatzes getauscht werde, ist sehr unterschiedlich, so Finkenstädt: „Das können fünf, zehn oder 20 Jahre sein.“

Am Spielplatz Rittersporn war das am Mittwoch nach acht Jahren der Fall. Ein Trecker, ein Radlader, ein Minibagger und zwei Arbeiter an der Schaufel waren nötig. Der alte Sand werde danach in eine Schüttkuhle bei Hochfeld gebracht, so Finkenstädt.

Gegen Glassplitter im Sand, die besonders gefährlich sind, habe der Baubetriebshof ein spezielles Gerät. Dieses siebt bis in rund 20 Zentimetern Tiefe Kleinteile bis zu einem halben Zentimeter Größe heraus.

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