Familiärer und gemütlicher Charakter

„Besser“ diskutiert über Brinkumer Marktplatz

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Heute Zob, irgendwann Marktplatz: Zur künftigen Ausgestaltung der Fläche hatte „Besser“ ein Treffen anberaumt.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Der neue Brinkumer Ortskern, so er irgendwann fertiggestellt sein sollte, benötigt auch einen Platz mit Aufenthaltsqualität. Diesen zu gestalten, damit hat sich der Verein „Besser“ jetzt auseinandergesetzt.

Gut drei Dutzend Vorschläge haben Mitglieder und Freunde bei dem Treffen unterbreitet. Dabei habe es viele Übereinstimmungen gegeben, berichtet Fraktionschef Gerd-Wilhelm Bode.

Bänke statt Busse

Dort, wo jetzt noch Busse rollen, soll es später Bäume, Freiflächen, Bänke und Sitzsteine geben. Geht es nach „Besser“, zeichnet sich der Platz durch einen „familiären und gemütlichen“ Charakter aus. Wichtig laut Bode: „Wir dürfen dort nicht alles versiegeln, sondern müssen auch Rasen anlegen und Flächen schaffen, auf denen Freizeitaktivitäten möglich sind.“ Ansonsten habe der Platz gute Maße. „So etwas Großes wie in Kirchweyhe brauchen wir nicht. Wir wollen keine Kopie“, sagt Bode.

Einen weiteren Schwerpunkt habe die Versammlung auf die Veranstaltungen gelegt. „Wir denken nicht nur an die regelmäßigen Märkte, sondern auch an kulturelle Events auf einer Kleinkunstbühne.“ Laut Bode haben die Teilnehmer der Runde den „Kulturturm“ wieder aufgegriffen.

Gleichberechtigung von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern?

Schon in den Workshops zum Ortskernentwicklungskonzept im Jahr 2014 hat sich „Besser“ dafür eingesetzt, einen solchen Veranstaltungsort auf dem Marktplatz einzurichten – mit Informationen über Stuhr und gegebenenfalls einem Reisebüro im Erdgeschoss sowie einer Bühne für Kabarett, Lesungen und Musik in der oberen Etage. Darüber hinaus schwebt „Besser“ eine „ordentliche Outdoor-Gastronomie“ vor. Bode würde ein Angebot wie das der Pizzeria Amici an der Bremer Straße völlig reichen. „Hauptsache, man kann dem bunten Treiben von dort aus zusehen.“

Apropos Bremer Straße: „Wahrscheinlich stehe ich mit meiner Meinung alleine da. Aber ich könnte mir für den gesamten Bereich das Prinzip Shared Space vorstellen.“ Bode führt das Beispiel Speyer an: „Dort treffen fünf Straßen aufeinander. Radfahrer, Fußgänger und Fahrzeuge nutzen diesen Raum gleichberechtigt.“ Bode jedenfalls möchte den Autoverkehr an dieser Stelle nicht bevorzugen, zumal es in Brinkum genügend Möglichkeiten gebe, den Ortskern zu umfahren, etwa über die Bahnhofstraße und den Rodendamm.

Das Treffen hatte Bode einberufen, „weil ich im Rat nicht alleine für den Verein sprechen möchte“.

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