Coronahilfe Stuhr erhält Angebot aufrecht

Bereit, falls die große Welle kommt

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Stuhr – Die Entwicklung der Covid-19-Fälle in Deutschland bereitet dem Robert-Koch-Institut (RKI) Sorgen. Es warnt vor einem flächendeckenden Ausbruch. Die Zahl derjenigen, die sich an die Coronahilfe Stuhr wenden, hat sich angesichts dieser Nachricht laut Jan Laue vom Orga-Team bisher noch nicht erhöht. „Aber wenn die große Welle kommen sollte, sind wir vorbereitet.“

Mehr als 200 Paten haben sich bislang auf der Internetseite der Coronahilfe Stuhr registriert, um älteren oder vorerkrankten Menschen ihre Hilfe anzubieten – etwa, indem sie den Einkauf für sie erledigen, mit dem Hund Gassi gehen oder Medikamente besorgen.

40 Leute nehmen das Angebot in Anspruch

Gleichzeitig hat das Orga-Team der Coronahilfe bisher mehr als 40 Hilfesuchende, die sich telefonisch beim Mehrgenerationenhaus in Brinkum gemeldet haben, an passende Paten weitervermittelt. Unterm Strich gibt es also noch viele, die gerne helfen wollen und freie Kapazitäten haben. Bei der Zuordnung von Paten und Hilfesuchenden achtet das Team der Coronahilfe darauf, dass diese nicht weit voneinander entfernt wohnen.

Die Zahl derjenigen, welche die Hilfe der Coronahilfe in Anspruch nehmen, überrascht Laue nicht sonderlich. Er erzählt, dass manche in seinem Umfeld damit gerechnet hätten, dass es mehr sein würden. Aber es sei eben nur ein Angebot, man könne es annehmen, müsse es aber nicht. Und: „Viele Leute haben Personen in ihrem familiären Umfeld, die ihnen helfen“, sagt Laue.

Rund 130 Tage ist es her, dass die Coronahilfe mit ihrem Angebot an den Start gegangen ist. Eine Zeit, in der aus Hilfesuchenden und Paten, die sich vorher gar nicht oder nur flüchtig kannten, teils richtig gute Nachbarn geworden sind.

Kein Ende in Sicht

Die Helfer der Coronahilfe haben noch nicht vor, aufzuhören. Große Ausbrüche, wie es sie etwa im Landkreis Gütersloh gab, zeigen laut Jan Laue, dass sich die Lage jederzeit schnell ändern kann.

Genau das befürchten Wisschenschaftler und Politiker aktuell angesichts einer Sorglosigkeit, die derzeit in Deutschland um sich zu greifen scheint.

59 Covid-19-Fälle in Stuhr

In der Gemeinde Stuhr gab es seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland laut Informationen des Landkreises 59 bestätigte Covid-19-Fälle.

Wie alles begann

Die Coronahilfe Stuhr ist eine Initiative von Freiwilligen, die sich Mitte März spontan nach einem Aufruf über Facebook zusammengefunden haben (wir berichteten). Innerhalb kürzester Zeit haben die freiwilligen Helfer ein System zur Patenvermittlung erarbeitet. Mit der Hilfe des Mehrgenerationenhauses haben sie eine Hotline geschaltet, bei der sich Angehörige von Risikogruppen oder Menschen in häuslicher Quarantäne telefonisch melden können, wenn sie Unterstützung benötigen.

Wer andere unterstützen möchte, kann sich laut einer Mitteilung des Orga-Teams weiterhin mit wenigen Klicks auf der Internetseite der Coronahilfe Stuhr als Pate oder als Patin registrieren.

Wer Unterstützung benötigt, kann sich von Montag bis Freitag zwischen 8.30 Uhr und 13 Uhr unter der Telefonnummer 0421/80609874 im Mehrgenerationenhaus in Brinkum melden und wird dann nach der Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer weitervermittelt.

Internetseite

www.coronahilfestuhr.de

Von Katharina Schmidt

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