Beim Kinderkulturfest in Varrel übernehmen kleine Wikinger das Kommando

Auf den Spuren der wilden Nordmänner

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Kindern macht Regen nichts aus. Entsprechend wetterfest präpariert geht es beim Kinderkulturfest ans Malen. Und mit Unterstützung der Zunge wird das Bild noch einmal so schön.

Varrel - Von Bernd Ostrowski. Selbst die heftigen Regenschauer am frühen Sonnabendnachmittag konnten die Kinder nicht davon abhalten, das Kinderkulturfest auf dem Gelände des Varreler Guts zu besuchen.

In großen Scharen strömten sie schnellen Schrittes, bekleidet mit Gummistiefeln, Regenjacken mit Kapuze und kleinen bunten Regenschirmen, auf den Festplatz. Dort erwartete sie ein Spektakel unter dem Motto „Wickie auf großer Fahrt“. Denn in diesem Jahr drehte sich alles um Wikinger. Und so mussten die Gäste die unterschiedlichsten Aufgaben zu diesem Thema an den Ständen der teilnehmenden Vereine und Institutionen lösen.

Am Stand der Kita Heiligenrode zum Beispiel konnten die Kinder unter Anleitung von Lisa Jahn und Jürgen Pardun, übrigens beide im Wikingeroutfit, Ausrüstungsgegenstände für Wikinger wie Schild und Axt aus Pappe herstellen.

Der TuS Varrel hatte einen Parcours aufgebaut, an dem die Sprösslinge, in einer Schubkarre gefahren, mit einer langen Stange Plastikringe von einem Holzkreuz abfangen sollten. Der Erfolg wurde mit Gummibärchen belohnt.

Bei der Kita Varreler Feld galt es Fische zu fangen: Mit einem Kescher oder einer Magnetangel mussten die Kinder Plastikfische aus einer Schüssel angeln.

Am Stand des Arbeitskreises Allerleirauh konnten die kleinen Gäste Wikingerstirnbänder aus starkem Karton basteln und mit Bunt- oder Filzstiften dekorieren.

An der Bäke hatte das Technische Hilfswerk mit Gummibooten Stellung bezogen, in dem bis zu acht Kinder für eine Schiffstour Platz fanden. Nachdem sie mit Schwimmwesten ausgerüstet waren, wurden sie von einem Betreuer behutsam in das Boot gehoben, und die Fahrt konnte losgehen. Die Resonanz sei ausgezeichnet, berichtete Jugendbetreuer Sören Ulrich erfreut. Am Rand stand ein 18 Tonnen schweres Mehrzweckfahrzeug, das später zur Besichtigung freigegeben wurde.

Für die musikalische Umrahmung sorgte in der Gutsscheune ein 40-köpfiges Ensemble der Kreismusikschule Diepholz mit Blockflöten, Querflöten, Gitarren und Akkordeons, das die Gäste mit maritimem Liedgut unterhielt. Reine Wikingermusik gebe es nicht, erklärte der musikalische Leiter, Kurt Kratzenberg, so habe man sich auf Seemannslieder wie „Ein König baute ein großes Schiff“, „Setzt die Segel“ oder „Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen“ konzentriert.

Einen Auftritt hatte zudem das Duo Matt und Basti alias Sebastian Astor auf der Gitarre und Matthias Pique mit seinem perkussiven Instrument „Cajon“, einer Holztrommel, auf der er saß. Sie sangen Kinderlieder, bei denen sie die Zuhörer animierten mitzumachen.

Auch für den kleinen und großen Hunger war gesorgt. So gab es Bratwürste, die Stephanie Meyer stilvoll in einem Wikingerinnenkleid servierte.

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