Begeisterte Gäste bei Capstan-Konzert in der Gutsscheune Varrel

„Ich liebe diese Lieder“

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Der Bremer Shanty-Chor Capstan mit Leiterin Anna Koch überzeugt die Gäste in der Gutsscheune auf ganzer Linie.

Varrel - Von Angelika Kratz. „Ich liebe diese Lieder“, betonte Martin Peschke aus Varrel. Der 90-Jährige und zahlreiche andere Anhänger der Melodien über Seemannsgarn, raue Meere und verlorene Liebe waren am Wochenende in die Varreler Gutsscheune gekommen, um dem Herbstkonzert des Capstan-Shanty-Chors aus Bremen zu lauschen.

Peschke ist nach eigenen Angaben Stammgast bei den Konzerten des Chores: „Ich bin bei allen Auftritten mit dabei“, erzählte der 90-Jährige. Er und die übrigen Zuhörer genossen sichtlich die Atmosphäre im maritim geschmückten Saal. Unter kreisenden Möwen, Rettungsringen, bunten Fahnen und gehissten Segeln schauten sie auf die mit Rum-, Gin- und Whisky-Fässern dekorierte Bühne. Das Blasorchester „Moordieker Jungs und Deerns“ stimmte die Gäste mit bekannten Ohrwürmern auf die Shantys ein. Dann legte die Capstan-Crew los: „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ ist die traditionelle Begrüßungsmelodie des Ensembles, bei der das Publikum mit einstimmte.

Als die 42 Mann auf der Bühne standen, gesellte sich Chorleiterin Anna Koch zu ihnen, die „ihre“ Jungs voll im Griff hatte. „Hoch im Norden weht ein rauer Wind“, sangen die Mitglieder. Das Liebesbekenntnis zur norddeutschen Heimat hat der 2002 gegründete Chor neu ins Repertoire aufgenommen. Ob „Windjammer“, „La Paloma olé“ oder „I am sailing“ – die Zuhörer schunkelten, sangen und klatschten eifrig mit. Moderator Dieter Ahrens sorgte für unterhaltsame Übergänge zwischen den Programmpunkten und erheiterte die Besucher mit netten Döntjes.

Bei dem Lied über die „kleine Kneipe in unserer Straße“ war das Publikum zudem sehr textsicher. Mit „Auf nach Californio“ ging es dann zur Goldsuche. Dabei verteilte ein Goldschürfer „Nuggets“ an das Publikum und sorgte mit diesem Scherz für viel Gelächter.

In der Pause konnten sich die Besucher mit Wildschweinbraten, Leberkäse und Krakauern stärken. Für die Ohren gab es Blasmusik der „Moordiecker Jungs und Deerns“. Die zweite Konzerthälfte läutete der vor fünf Monaten gegründete Chor „Potpourri“ unter Leitung von Anna Koch ein. Die 20 Sängerinnen und Sänger brachten mit viel Spaß einen kleinen Ausschnitt ihres Portefeuilles auf die Bühne. Ihr Auftritt stand unter dem Motto „Musik ist wie die Sonne“.

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