Bahnhof könnte auch zum Bremer Tor umziehen / Bürger sollen mitentscheiden

Drei plus X Varianten für den neuen Brinkumer ZOB

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Die Freifläche am Hotel Bremer Tor ist als Alternative für den ZOB hinzugekommen.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Der Standort des ZOB spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Brinkumer Ortskerns. Doch mit welcher Ausbauvariante für den Busbahnhof will die Gemeinde in den städtebaulichen Wettbewerb gehen? In dieser Frage sollen die Bürger mitbestimmen. Sie sind eingeladen, am Montag, 27. April, 19 Uhr, in den Sitzungssaal des Rathauses zu kommen.

Bis vor kurzem hatte die Verlegung des ZOB von der Ost- auf die Westseite der Bremer Straße Priorität. Dies hatte ein Workshop mit Bürgern und Planern im Jahr 2012 ergeben. Der ZOB sollte einem Marktplatz weichen. Wie es mit Bahnhof auf der gegenüberliegenden Seite aussehen könnte, dazu gab es laut Stadtplaner Christian Strauß verschiedene Varianten, die „nicht immer befriedigend“ gewesen seien.

Inzwischen hat sich eine neue Möglichkeit ergeben – bedingt dadurch, dass die Gemeinde das Hotel Bremer Tor gekauft hat. Die als Parkplatz genutzte Freifläche wäre ebenfalls als ZOB-Standort denkbar, Stellplätze wären auch dann noch genügend vorhanden. Oder wie es Bürgermeister Niels Thomsen formuliert: „Die Notwendigkeiten, die an den Hotelbetrieb gekoppelt sind, bleiben bestehen.“ Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier erinnert daran, dass auf dem Grundstück mehrere Jahre lang das Eislaufvergnügen über die Bühne ging. Die 600 Quadratmeter große Bahn und das 800 Quadratmeter große Gastronomie-Zelt hätten den Hotelbetrieb auch nicht gefährdet.

Laut Strauß stellt die Gemeinde den Bürgern „drei plus x“ ZOB-Varianten vor, jeweils mit den Auswirkungen auf die Gestaltung der Westseite der Bremer Straße. Details möchte der Stadtplaner (noch) nicht nennen. Er wolle der Informationsveranstaltung nicht vorgreifen. In Abhängigkeit von der gewünschten Lösung müsste das städtebauliche Konzept für den Ortskern von 2012/13 „eventuell überarbeitet werden“, sagt Strauß. Mit dem Ergebnis würde die Gemeinde dann noch einmal in die Bürgerbeteiligung gehen.

Von der Versammlung am 27. April erhofft sich Strauß, dass sich „eine Präferenz für den Standort und die Ausgestaltung des ZOB“ ergibt. Denn noch in diesem Jahr will die Gemeinde das Wettbewerbsverfahren für die Entwicklung des Brinkumer Ortskerns eröffnen. Es geht um die erste von zwei Stufen, um das Nutzungskonzept.

Dass sowohl westlich als auch östlich der Bremer Straße Wohnen und Gewerbe vorgesehen sind, ist unumstritten. Doch welches Gewerbe soll es sein? „Da haben verschiedene Bauträger auch verschiedene Vorstellungen“, sagt Strauß auf Nachfrage. Der eine konzentriere sich auf Ärztehäuser und -praxen, der andere auf Notare und Werbeagenturen. Ob das Gewerbe nur im Erd- oder auch in den darüber liegenden Geschossen Platz haben soll und ob allgemeines oder seniorengerechtes Wohnen angestrebt wird, sind weitere Fragen, die das Nutzungskonzept beantworten soll. „Es muss auch wirtschaftlich tragbar sein“, schränkt Strauß ein.

In der zweiten Phase des Wettbewerbsverfahrens nimmt die Gemeinde die Bewerbungen für den Hochbau und die architektonische Gestaltung des Ortskerns entgegen.

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