Schwimmkurse geplant

Badesaison am Silbersee noch im Leerlauf

Eingebettet zwischen zwei Campingplätzen liegt der Stuhrer Silbersee. Während der Sommermonate ist das Gewässer ein stark frequentierter Badesee.
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Eingebettet zwischen zwei Campingplätzen liegt der Stuhrer Silbersee. Während der Sommermonate ist das Gewässer ein stark frequentierter Badesee.

Bei einer Wassertemperatur von kühlen 15,6 Grad und eben solchen Außentemperaturen hält sich der Badebetrieb am Silbersee noch sehr in Grenzen. Nur ganz Furchtlose lassen sich auch vom kalten Wasser nicht abschrecken, ihre Runden zu schwimmen.

Stuhr – Die Wasserrettungsstation der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Silbersee ist aktuell nicht besetzt. Eigenverantwortung der Schwimmer ist also gefragt. „Das Baden im Silbersee erfolgt stets auf eigene Gefahr“, hebt Uwe Schweers, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Stuhr, hervor.

„Wir planen für dieses Jahr wieder Schwimmkurse, natürlich mit einem Hygienekonzept“, berichtet Schweers. „Unter Corona-Bedingungen müssen die Schwimmlehrer vor Kursbeginn getestet werden. Und jeder unserer acht Ausbilder kümmert sich immer nur um ein und dasselbe Kind“, weist er auf die Besonderheiten in Zeiten der Pandemie hin. „Meine Frau ist Lehrscheininhaberin und damit berechtigt, die Kurse zu leiten und anschließend die Schwimmprüfungen abzunehmen“, nennt er eine von Gisela Schweers Aufgaben innerhalb der DLRG-Ortsgruppe, in dem sie auch als Geschäftsführerin fungiert.

Schwimmbäder coronabedingt geschlossen

Sowohl das „Seepferdchen“ für Frühschwimmer als auch die Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze, Silber und Gold können am Silbersee im Rahmen der angebotenen Schwimmkurse erworben werden. Allein der Startpunkt für diese Kurse ist augenblicklich noch offen. „Dadurch, dass die Schwimmbäder coronabedingt geschlossen haben, ist das Interesse an Schwimmkursen für Kinder zurzeit enorm hoch.“

Die Saison am Badesee laufe normalerweise von Mitte Mai bis Mitte September, so Uwe Schweers. Die Wintermonate werden von den Aktiven der DLRG-Ortsgruppe dazu genutzt, die Rettungsstation und deren Technik auf Vordermann zu bringen. Eine große Aufgabe besteht aktuell darin, die vorhandenen Einrichtungen auf ein mögliches Gefährdungspotenzial zu überprüfen. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich bei diesem frei zugänglichen Gewässer beispielsweise an der schwimmenden Sprunganlage niemand verletzten kann“, sagt Schweers. „Im Moment haben wir die Plattform aus dem Wasser genommen und sind dabei, sie so umbauen zu lassen, dass sie abgesperrt ist, wenn die Wachstation nicht besetzt ist. Das ist aus Haftungsgründen erforderlich“, erklärt Schweers.

Blickt von der Wasserrettungsstation auf den Silbersee in Stuhr: Uwe Schweers, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Stuhr. Unter Berücksichtigung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln darf das Areal genutzt werden.

„Wir werden die Plattform anschließend in der Nähe der Wachstation an einer Stelle verankern, wo wir für den Sprungturm ausreichende Wassertiefen haben.“ Von der DLRG-Station aus soll dann ein Steg zur Plattform führen, damit die Anlage auf diesem Weg abgesichert werden kann. Der Bootssteg neben der Wache wird ebenfalls eine passende Sicherungseinrichtung erhalten. Die gesamte Station soll zudem eingezäunt werden, damit wirklich niemand außerhalb der Wachzeiten die Einrichtungen betreten kann. Auch die in der Vergangenheit von Campern gebauten Badestege, die baufällig und unfallträchtig geworden sind, sollen aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Die Kosten für alle Sicherungsmaßnahmen einschließlich der technischen Überprüfung durch den TÜV schätzt Schweers auf mindestens 10 000 Euro. „Ganz ohne die Sprungeinrichtung geht es aber nicht. Sonst könnten wir hier nur das Seepferdchen abnehmen und dann wäre Schluss.“

Vorbereitung auf die Badesaison

Zur Vorbereitung der Badesaison hat die Gemeinde erst vor kurzem an den drei Badestränden den Sand großflächig austauschen lassen. Außerdem sind die schwimmenden Absperrketten, die den Nichtschwimmerbereich markieren, von Mitgliedern der DLRG montiert worden. „Hinter der Absperrung fällt der Boden relativ schnell steil ab. An der tiefsten Stelle misst der Silbersee rund neun Meter.“

„Ich stehe im Moment mit der Björn-Steiger-Stiftung in Verbindung, damit wir hier ein oder zwei Notrufsäulen bekommen“, berichtet Uwe Schweers von weiteren Maßnahmen im Interesse der Sicherheit. Die Stiftung hat sich seit 1969 der Verbesserung der Notfallhilfe angenommen. „Ich hoffe, dass wir vielleicht sogar noch in diesem Jahr zumindest eine Notrufsäule bekommen“, sagt er. „Auf der anderen Seite der Autobahn steht ein Funkmast. Ich gehe davon aus, dass wir hier eine ganz gute Verbindung haben werden“, hofft Schweers.

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