Azubis hübschen Dach der Hütte in Fahrenhorst auf

Die Lehrlinge mit Obermeister Karsten Kröff (l.) sowie dem Dachdeckermeister Hans-Jürgen Eggers (stehend, 2.v.l.) und Berufsschullehrer Arndt Röpke (r.).
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Die Lehrlinge mit Obermeister Karsten Kröff (l.) sowie dem Dachdeckermeister Hans-Jürgen Eggers (stehend, 2.v.l.) und Berufsschullehrer Arndt Röpke (r.).

Fahrenhorst – Zwölf Auszubildende des gerade begonnenen dritten Lehrjahrs der Dachdeckerinnung des Landkreises Diepholz haben kürzlich das Dach des Unterstands an der Turmstraße neu gedeckt. Im Zuge der Umgestaltung des dortigen Dorfplatzes wurde die Hütte um rund 100 Meter versetzt. Sie befindet sich jetzt in unmittelbarer Nähe zum neu gebauten Stiftungshaus.

„Es war ein altes Dach, und im Zuge des Umsetzens war es komplett abgängig“, erklärt Karsten Kröff, Obermeister der Innung. Jeweils sechs Lehrlinge waren an jeweils zwei Tagen mit dem Projekt beschäftigt.

Alle zwei Jahre richte die Dachdeckerinnung eine solche Lehrbaustelle ein, erklärt Kröff. Voraussetzung: Es müsse sich um ein anspruchsvolleres Dach handeln; eines, wo die Azubis das machten, was sonst die Arbeit der Gesellen sei. In diesem Fall hatten sie es mit Tonziegeln zu tun, die schwerer zu bearbeiten seien und genauer bemessen werden müssten. Ihre Aufgabe hätten die Jugendlichen an der BBS Syke vorbereitet, vor Ort seien sie von den Seniorendachdeckern Heinz Logemann und Hans-Jürgen Eggers betreut worden.

Laut Kröff haben sich die Lehrlinge in der Vergangenheit an Grillhütten für Sportvereine versucht, auch ein Unterstand für das Kreismuseum sei aufgehübscht worden. „Für die Bremer Bürgerparkstiftung waren wir auch schon aktiv“, sagt Kröff.

Seiner Auskunft nach haben in diesem Sommer so viele Jugendliche wie noch nie eine Ausbildung zum Dachdecker begonnen – 28 an der Zahl. „Möglicherweise haben wir davon profitiert, dass das Handwerk während Corona komplett durcharbeiten konnte. Dadurch bekommt es einen anderen Stellenwert. Es kann auch sein, dass die eine oder andere Lehrstelle abgesagt wurde.“

Die Dachdeckerbetriebe hätten auch den Kooperativen Gesamtschulen in Brinkum und Moordeich im Rahmen der Berufsorientierung geholfen und Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt. Die Schulen hatten in diesem Jahr große Probleme, ihre Jugendlichen in den örtlichen Betrieben unterzubringen (wir berichteten). „Allein wir haben vier Schüler aufgenommen.“  

Von Andreas Hapke

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