Stuhrer CDU stimmt Mitglieder auf Kommunalwahl ein

Axel Knoerig: „Horst Seehofer sollte öfter mal die Klappe halten!“

Der Stuhrer CDU-Ortsvereinsvorsitzende Ralph Ahrens stellt Mitgliedern und Gästen das Wahlprogramm vor. - Foto: Husmann

Heiligenrode - Von Heiner Büntemeyer. „Endlich mal wieder Kommunalpolitik!“ Axel Knoerig, CDU-Kreisvorsitzender und Mitglied des Bundestages, fühlte sich beim Sommergrillen, zu dem der CDU-Ortsverband Stuhr für Freitag in den Meyerhof eingeladen hatte, erleichtert. Er freute sich darüber, dass zu den 38 Kandidaten in Stuhr auch jüngere Mitglieder zählten und bat die erfahreneren Kommunalpolitiker: „Nehmt sie an die Hand.“

Einen bundespolitischen Seitenhieb auf die bayrische Schwesterpartei konnte er sich aber auch nicht verkneifen: „Horst Seehofer sollte öfter mal die Klappe halten!“

Begrüßt hatte der Stuhrer CDU-Ortsvereinsvorsitzende Ralph Ahrens die vielen Mitglieder. Dass das traditionelle Sommergrillen etwas größer gefeiert würde, sei den bevorstehenden Kommunalwahlen geschuldet, sagte er. Das Motto der Kommunalwahlkampagne laute „Stuhr erfolgreich weiterdenken“, erklärte Ahrens. Die CDU möchte aufgreifen, was die Menschen in Stuhr bewegt, und erklären, wie sie diese Probleme anpacken werde. „Wir wollen nach vorne blicken“, machte er seinen Parteifreunden Mut.

Die Wahlkampfaussagen fasste Ahrens in sieben Themenfelder zusammen. Die erste Ansage galt dem Mittelstand, den er als „Motor in Stuhr“ bezeichnete. Auch künftig werde eine partnerschaftliche Zusammenarbeit angestrebt. Um den bestehenden Betrieben Erweiterungen zu ermöglichen und neue Betriebe nach Stuhr zu holen, sei es erforderlich, in angemessener Weise neue Gewerbeflächen auszuweisen.

Die Schulen seien gut aufgestellt. Die CDU stehe für die Beibehaltung gegenwärtiger Strukturen. Dazu zähle der Ausbau eines freiwilligen Ganztagsangebotes. Die Partei werde den Neubau einer Kindertagesstätte im Bereich Heiligenrode und Seckenhausen unterstützen, allerdings sei dabei mit moderaten Kostensteigerungen für die Eltern zu rechnen.

Seine Partei bleibe bei der Forderung nach einem Mitspracherecht für die künftige Gestaltung des Autobahnanschlusses A 281 an die B6. Der Straßenbahnbau sei beschlossen, doch jetzt müsste ein ergänzendes Buskonzept entwickelt werden. Zur Infrastruktur gehöre auch die Versorgung aller Ortsteile mit einem Breitbandanschluss.

Sicherheit und ein gutes Wohngefühl war ein weiteres Themenfeld. Die gute Ausstattung der Feuerwehr bleibe ein Schwerpunkt christdemokratischer Gemeindepolitik. Seine Partei werde darauf drängen, die Polizeipräsenz zu verbessern und er forderte auch auf, Präventionsmaßnahmen zu fördern. Schließlich müsse die Sport- und Kulturförderung darauf ausgerichtet bleiben, das Zusammenleben der Bürger unabhängig von Herkunft, Alter, Traditionen und Kultur zu stärken.

„Ihr setzt auf die richtigen Themen“, lobte der Kreistags-Fraktionsvorsitzende Volker Meyer das Wahlkonzept, und der Fraktionsvorsitzende im Stuhrer Gemeinderat, Frank Schröder, erinnerte daran, dass eine erfolgreiche Ratsarbeit nur mit einer starken CDU-Fraktion möglich gewesen sei.

Er bedankte sich bei Doris Karin Hofmann, die nicht wieder kandidiert, für ihr großes Engagement in der Ratsarbeit und wünschte, sie möge der Partei künftig mit ihren Kenntnissen erhalten bleiben. Die scheidende stellvertretende Bürgermeisterin Hofmann versprach: „Wir gehen uns alle nicht verloren.“

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