Ausstellung „Jenseits der Grenzen“ mit Werken von Gerold Bigorajski im MGH

Der Fantasie freien Lauf lassen

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Gerold Bigorajski und eine seiner Grafiken.

Brinkum - Mit „Jenseits der Grenzen“ ist die aktuelle Ausstellung im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) überschrieben. Erstmals zeigt Gerold Bigorajski dort eine Auswahl seiner farbenfrohen Computergrafiken. Immer wieder zieren Werke verschiedener Künstlerinnen und Künstler die Wände des ehemaligen Schaumlöffelhauses, und das seit nunmehr fünf Jahren. Für so manchen Austausch und neugieriges Hinschauen dürfte auch Gerold Bigorajski sorgen. Zum Ausstellungstitel erklärt der Süstedter: „Die Fantasie hat nur Grenzen, die sie sich selber stellt.“ Ihr freien Lauf zu lassen, lautet die Empfehlung des 55-Jährigen.

Der studierte Physiker wanderte Ende der 1990er- Jahre in die EDV ab, wie er humorvoll und mit einem Augenzwinkern seinen beruflichen Werdegang zum Leiter einer Druckerei beschreibt. Nach der Gestaltung eines Werbeflyers für die damals heiß begehrten Tamagotchi, einem Elektronikspielzeug aus Japan, war ihm eins klar: „Jetzt möchte ich endlich etwas machen, was mir Spaß macht“. Was lag da näher, als die Computerprogramme zu nutzen? „Heute ist alles etwas einfacher geworden, wo früher stundenlang getüftelt werden musste“, stellt Bigorajski fest.

Zur großen Freude des Künstlers, der in Twistringen schon mal als Lehrer für Mathematik und Physik tätig war, gebe es „wunderbare kreative Programme. Wenn mal etwas nicht klappt oder es mir nicht gefällt, dann brauche ich keine neue Leinwand“. Ihm reiche ein Finger, um alles wegzuputzen und neu zu starten. Fraktale (natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster, die Red.) mit ihrer irren Struktur nehme er besonders gerne als Ausgang für seine Werke. Sie tragen Titel wie „Afrika“ oder „Im festen Glauben“ und entstehen häufig innerhalb von wenigen Stunden. Bei Bigorajski gibt es keinen Zwang: „Mal packt es mich, mal nicht.“

Einen verstauchten Fuß während einer der letzten Klassenreisen nahm der junge Bigorajski seinerzeit zum Anlass, sich mit der Musik anzufreunden. Bis heute dient das Gitarrenspiel, ebenso wie die Computergrafiken, als Entspannungsmittel.

Gegen eine Spende für den Verein „Garten der Künste“ und dessen Arbeit mit Kindern nimmt Bigorajski seine Werke gerne von der Wand.

Geöffnet ist die Ausstellung täglich zwischen 9 bis 17 Uhr im MGH an der Bremer Straße 9.

ak

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