Ausschuss berät heute Abend über Personalplanung an Ganztagsgrundschulen

Bessere Förderung durch mehr Betreuungskräfte

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Seit knapp zwei Jahren bieten die fünf Grundschulen ein freiwilliges Ganztagsangebot an. Der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sportbefasst sich in seiner Sitzung heute Abend mit der Möglichkeit einer begrenzten Aufstockung des Personals.

Laut Oliver Dausin, Koordiator der Ganztagsgrundschulen, liegt der Betreuungsschlüssel für die Kinder in der ergänzenden Betreuung von 15.30 bis 17 Uhr bei eins zu zehn, das heißt, auf zehn Kinder kommt eine Betreuungskraft. Dieser Schlüssel könne theoretisch auf eins zu 13 erhöht werden, um während des Schuljahrs die Möglichkeit zu haben, weitere Kinder aufzunehmen, heißt es von Seiten der Verwaltung. Doch derzeit sieht es eher nach einer Verbesserung des Schlüssels aus.

Hintergrund ist ein Erlass der Landesregierung, der allerdings noch in Arbeit ist, wie Fachbereichsleiter Detlev Gellert auf Anfrage erläuterte. Demnach planen die Politiker in Hannover den bisherigen Stundenschlüssel für die Ganztagsschulen von derzeit 25 auf 75 Prozent zu erhöhen. „Wenn das Land mit mehr Lehrerstunden in die Förderung einsteigt, dann kann die Gemeinde ihren Anteil senken“, so Gellert. Die Stunden könnten kapitalisiert werden, das heißt, mit dem Geld kann Stuhr Betreuungspersonal für den Nachmittag einkaufen.

Allerdings will sich die Kommune nicht sofort auf der Finanzierung herausziehen. „Es wird in den kommenden zwölf Monaten noch viele rechtliche Fragen zu klären geben, deswegen wollen wir vorerst weiterhin unseren Anteil beisteuern“, erklärt der Fachbereichsleiter. Konkret heißt das, dass der Betreuungsschlüssel im kommenden Jahr besser ausfallen wird, weil es mehr Personal geben wird.

Nach dem Willen der Verwaltung sollen die zusätzliche Kräfte verstärkt bei der Förderung der Schüler am Nachmittag und für die Hausaufgabenbetreuung eingesetzt werden. „Das ist elementar wichtig“, sagt Gellert. Die besondere Situation sei allerdings auf das Schuljahr 2014/2015 begrenzt. „In diesem Zeitraum müssen Politik und Verwaltung aber auch Antworten finden, wie es nach diesem Übergangsjahr weitergehen soll.“

Außerdem befassen sich die Kommunalpolitiker heute Abend ab 18 Uhr im Rathaus mit redaktionellen Änderungen der Satzungen für die Gebühren der Mittagsverpflegung sowie für die ergänzende Betreuung an den Grundschulen. Die Sitzung im Raum 145/146 ist öffentlich.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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