Qualifizierung zum ehrenamtlichen Begleiter

Auseinandersetzung mit dem Tod

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Koordinatorin Ursula Krafeld informiert donnerstags auch über die Arbeit des Hospizverein.

Stuhr - Der Hospizverein Stuhr sucht Unterstützung durch Menschen, denen es ein Anliegen ist, Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige in der Gemeinde Stuhr auf ihrem letzten Weg ambulant zu begleiten. Da der Verein laut seiner Koordinatorin Ursula Krafeld in diesem Jahr selber keine Qualifizierung anbietet, macht sie Interessierte darauf aufmerksam, dass bereits am 11. August eine Schulung für angehende Hospizbegleiter in Bremen beginnt.

Weitere Kurse folgen im September bei der Hospizhilfe Bremen, beim ambulanten Hospizdienst der Bremischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz und im Oktober 2017 beim Hospiz Horn. Krafeld und ihre Mitstreiter helfen Interessierten, eine geeignete Qualifizierung zu finden, teilt die Koordinatorin in einem Schreiben mit. Informationsmaterial ist jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr in den Räumen des Vereins an der Bahnhofstraße 14 in Brinkum erhältlich. Die Koordinatorin steht telefonisch unter 0151/75 01 24 31 für Auskünfte zur Verfügung.

Im Vordergrund der Schulungen steht die Auseinandersetzung mit eigenen kritischen Lebensereignissen wie Abschied, Trauer, Krankheit, Sterben und Tod in der Regel in einer kleinen geschützten Gruppe mit begrenzter Teilnehmerzahl. Die Bereitschaft zur Selbstreflexion wird vorausgesetzt. Zur Unterstützung bekommen die Teilnehmer durch eine Kombination von aktuellem theoretischen Wissen, praktischen Übungen und Entspannung- und Reflexionsphasen, Fähigkeiten vermittelt, schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige zu verstehen und zu begleiten.

80 bis 100 Unterrichtsstunden

Die Schulungen haben laut Krafeld je nach Verein einen Umfang von 80 bis 100 Unterrichtsstunden. Meist werden diese verteilt auf zwei bis drei Wochenenden, manchmal einen Praxistag, und etwa 13 Themenabende. Am Ende bekommen die Teilnehmer ihre Zertifikate, die sie befähigen, als ehrenamtliche Hospizbegleiter bei jedem ambulanten Hospizdienst in Deutschland tätig zu werden.

„Die Gebühren der einzelnen Kurse betragen etwa 240 Euro. Wir möchten aber nicht, dass die Kosten ein Hinderungsgrund für die Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme darstellen. Aus diesem Grund überprüfen wir im Einzelfall eine finanzielle Unterstützung durch unseren Verein“, so Krafeld.

Sie und ihr Team freuen sich nach eigenen Angaben darauf, im kommenden Frühjahr neue Absolventen aufzunehmen. Eine einfühlsame Einarbeitung, ein Auswählen von Einsätzen entsprechend der individuellen Bedürfnisse der Ehrenamtlichen sowie eine verlässliche Begleitung durch die Koordinatorin sind garantiert.

Zusätzlich bieten die Stuhrer regelmäßige Treffen der Ehrenamtlichen unter Leitung von Ursula Krafeld sowie durch eine Supervisorin und externe Fortbildungsmöglichkeiten. 

ps

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