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Aus der Initiative wird ein Verein: Gründung von Stuhrkopf in Fahrenhorst

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Von: Andreas Hapke

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Der erste Vorstand des Vereins Stuhrkopf besteht aus (v.l.) dem ersten Vorsitzenden Kai-Uwe Jobst, Stellvertreter Uwe Liesmann und Kassenwart Kai Schumacher.
Der erste Vorstand des Vereins Stuhrkopf besteht aus (v.l.) dem ersten Vorsitzenden Kai-Uwe Jobst, Stellvertreter Uwe Liesmann und Kassenwart Kai Schumacher. © Verein

Kai-Uwe Jobst hatte Stuhrkopf vor einem Jahr als Initiative ins Leben gerufen mit dem hehren Ziel, gleiche Bildungschancen für alle Kinder zu schaffen. Nun wurde aus der Initiative ein Verein.

Stuhr – Aus der Gründungsversammlung in Fahrenhorst gingen Jobst als Vorsitzender, Uwe Liesmann als dessen Stellvertreter und Kai Schumacher als Kassenwart hervor.

Mit der Plattform Stuhrkopf wollte Jobst Geld aus der örtlichen Wirtschaft einsammeln, um frühkindliche Bildungsprogramme der Stiftung Impuls in den Kindertagesstätten der Gemeinde Stuhr umzusetzen (www.impuls-familienbildung.de).

Laut Jobst umfassen die Programme verschiedene Bausteine für Kinder von eins bis sechs Jahren, um die Sprösslinge in ihren jeweiligen Entwicklungsstadien gezielt zu unterstützen. Dabei gehe es um die Förderung der sprachlichen, kognitiven und motorischen Entwicklung.

„Außerdem tragen die Programme dazu bei, dass die Bindung zwischen Eltern und Kind nachhaltig gestärkt wird“, fügt Jobst hinzu. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass eine fehlende Bindung zwischen Kind und Eltern zu Defiziten bei der Entwicklung des Sprösslings führe. Genau da setze das Programm „e:du“ (Eltern und du) an. Es fördere die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Kind.

„Oft fehlen die rudimentärsten Fähigkeiten“

„Oft fehlen die rudimentärsten Fähigkeiten, vom Schuhe binden bis hin zum Zahlenverständnis“, sagte Jobst damals bei der Gründung der Initiative. Zu einer Umsetzung des Programms in den kommunalen Kitas ist es seitdem nicht gekommen, obwohl Jobst von positiven Gesprächen mit der Gemeinde berichtet.

„Wir waren auch angetan von dem Programm“, sagt die zuständige Fachbereichsleiterin Kerstin Frohburg auf Nachfrage. Doch die Kitas hätten nicht die personellen Ressourcen, um die Eltern dabei zu begleiten. Die räumlichen Kapazitäten seien auch nicht vorhanden. „Da wir die Idee aber gut finden, könnten wir Familien, die aus unserer Sicht für Impuls-Programme besonders geeignet sind, aktiv auf diese Möglichkeit hinweisen“, stellt Frohburg in Aussicht.

Spielkreis im Stiftungshaus Fahrenhorst in der Planung

Der Verein Stuhrkopf hat sich gegründet, um künftig selbst als offizieller Lizenznehmer von Impuls und als Programmgeber in der Gemeinde Stuhr zu fungieren. In einem ersten Schritt wollen Jobst & Co. einen „e:du“-Spielkreis etablieren, „den wohl ersten in Deutschland“, sagt der Vorsitzende. Der Start ist für September geplant.

An zwei Tagen pro Woche, immer dienstags und donnerstags für jeweils vier Stunden, begrüßt Stuhrkopf dann ein- bis dreijährige Sprösslinge im Stiftungshaus Fahrenhorst. Dafür hat Jobst nach eigener Auskunft bereits eine sozialpädagogische Assistentin aus Syke gewonnen. Sie lasse sich auf das Impuls-Programm schulen und soll im Spielkreis Unterstützung von einem Elternteil bekommen.

Darüber hinaus plant der Verein im Stiftungshaus ein Eltern-Kind-Café, damit die Erziehungsberechtigten miteinander ins Gespräch kommen und Unterstützung in der frühkindlichen Bildung ihrer Kinder erhalten. Auch dieses Angebot, angedacht sind zwei bis drei Stunden pro Woche, soll die 23-jährige Sykerin leiten.

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