Diesmal auch Pflegeprodukte dabei

Fundsachen-Auktion: 40 Räder unter dem Hammer

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Andreas Leder im von Fahrrädern zugehängten Rathauskeller.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Im Bürgerbüro der Gemeinde Stuhr landen die unterschiedlichsten Fundstücke. Im Laufe der vergangenen zwei Jahre haben Bürger unter anderem eine elektrische Zahnbürste und einen historisch anmutenden Spiegel abgegeben, ebenso ein Schleifgerät und einen Kindertrecker mit Verkehrsschildern.

Den meisten Platz im Rathauskeller nehmen allerdings die knapp 40 Fahrräder ein. Für die Verwaltungsmitarbeiter Jürgen Brinkmann und Andreas Leder ist es also höchste Eisenbahn, gründlich auszumisten. Für Samstag, 9. Juni, laden sie zu einer Versteigerung der Fundstücke in den Ratssaal ein. Beginn ist um 11 Uhr. Vorab haben die Besucher eine halbe Stunde Zeit, sich ein Bild von den potenziellen Schnäppchen zu machen.

„Alles, was mehr als zehn Euro wert ist, muss zur Fundanzeige gebracht werden“, erklärt Leder. Unter den Hammer kommt dann, was nicht innerhalb der sechsmonatigen Aufbewahrungsfrist abgeholt wird. Und das ist eine ganze Menge. Einige Bürger machen sich sogar die Mühe, einen runden Holztisch mit zwei Stühlen zum Fundamt zu schleppen. Andere gehen nicht achtlos an einer Kinderdecke, einer Zange, einem Stativ oder einer Angeltasche vorbei. Diesmal können die Besucher auch auf Hautcremes, Duschgele und Deodorants bieten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Fundstücke, sondern um von der Polizei sichergestellte Pflegeprodukte. „Alle noch haltbar“, betont Leder.

Das Mindestgebot beträgt einen Euro. Die Bezahlung erfolgt unmittelbar nach dem obligatorischen Hammerschlag in bar, wobei Inhaber einer Ehrenamtskarte zehn Prozent Rabatt genießen. Wer etwas erworben hat, muss es nach der Versteigerung mit nach Hause nehmen. Bis zur Veranstaltung können sich die Bürger bei der Gemeinde noch nach vermissten Gegenständen erkundigen. „Sie müssen die Fundstücke aber genau beschreiben“, sagt Leder.

Seiner Auskunft nach ist die Auktion bei den Stuhrern sehr beliebt. Er erwartet wieder zwischen 200 und 300 Besucher. Kein Wunder, „wenn sie gute Räder für 30, 40 oder 50 Euro erhalten“. In einem Fall hat ein Drahtesel wohl nicht überzeugt. „Nur wenige Tage nach der Versteigerung stand er wieder vorm Bürgerbüro. Den haben wir dann ein zweites Mal versteigert.“

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