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Reges Interesse an Gewerbeschau 2019

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Über volle Zelte würde sich Marktmeister Jürgen Schmidt auch bei der Gewerbeschau 2019 freuen. - Archivbild: Jysch
Über volle Zelte würde sich Marktmeister Jürgen Schmidt auch bei der Gewerbeschau 2019 freuen. © Archivbild: Jysch

Stuhr - Von Andreas Hapke. Aller guten Dinge sind vier. Oder wie ist es zu verstehen, dass Jürgen Schmidt trotz seines angekündigten Ausstiegs doch wieder als Marktmeister der Gewerbeschau in Brinkum auftritt? Zum vierten Mal also organisiert er das Schaufenster für Stuhr und Umgebung, das in dreijährigem Turnus auf den Festplatz an der Bassumer Straße einlädt. Diesmal ist die Ausstellung auf den 26. bis 28. April 2019 terminiert.

Seit Juli laufen die Anmeldungen für den gemeinsamen Frühjahrs- und Gewerbemarkt der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (Isu) und der Brinkumer Interessengemeinschaft (Big). 13 Veranstaltungen dieser Art sind bereits über die Bühne gegangen, und das Interesse an der 14. lässt sich gut an. Laut Schmidt sind bereits 65 Prozent der Plätze in den Zelten vergeben. „Ein enormer Wert. Im Vorjahr ist es langsamer angelaufen.“ Er habe bereits Absagen für konkrete Standwünsche erteilen müssen“, sagt der Marktmeister. Doch das seien nur „Problemchen“. Die betreffenden Firmen habe er woanders hingeschoben.

Lediglich die Resonanz der Autofirmen lasse noch zu wünschen übrig. „Sie kommen etwas schleppend in Gang. Sie mögen sich an uns wenden, damit wir einen vernünftigen Fahrzeugpark aufbauen können“, sagt Schmidt, der insgesamt rund 150 Aussteller erwartet. Zu erreichen ist er unter Telefon 0172/60 51 437.

Mehr als sonst möchte der Marktmeister das Handwerk in den Fokus rücken. Firmen von zehn verschiedenen Gewerken sollen in einem eigenen Zelt die Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren. Genauer gesagt: Auszubildende sollen berichten, womit sie sich täglich befassen und welche Möglichkeiten der jeweilige Job bietet, auch und gerade in Bezug auf Fort- und Weiterbildung.

„Die Unternehmen klagen, dass sie keine Lehrlinge bekommen“, stellt Schmidt fest. „Deshalb müssen wir etwas tun. So geht es mit den Handwerksbetrieben nicht weiter.“ Für die Firmen sei der Stand im Zelt kostenfrei. „Sie müssen natürlich einen Azubi abstellen. Aber vielleicht ist das für den auch eine Motivation.“ Bislang hätten zwei Firmen zu jeweils 80 Prozent zugesagt.

Mosaikstein im Kampf um Lehrlinge

Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier nennt das Ausbildungszelt einen weiteren Mosaikstein im Kampf um Lehrlinge. Einerseits hätten die Betriebe einen vollen Terminkalender, andererseits herrsche eine „Verknappung von jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Daraus ergibt sich eine Riesen-Konkurrenz.“

Die Teilnahme von Handwerksbetrieben am jährlichen Empfang der Auszubildenden im Rathaus zeige: „Es gibt Firmen, die Azubi-Stellen besetzen können. Doch es ist nicht überall so.“

Nach der Veranstaltung im kommenden Jahr soll wirklich Schluss sein für Jürgen Schmidt. Ebenso für den Kollegen Rainer Mewes von der Big, der sich auch schon im Vorfeld Gedanken über einen Ausstieg gemacht hatte. „Wir wollen das in jüngere Hände geben“, sagt Schmidt, „und führen schon entsprechende Gespräche.“

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