Hospizverein bleibt trotz Corona am Ball / Neue Begleiter

„Aufwand nehmen wir gerne in Kauf“

Die Kursteilnehmer freuen sich nun endlich über ihre Zertifikate.
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Die Kursteilnehmer freuen sich nun endlich über ihre Zertifikate.

Stuhr – Der Hospizverein Stuhr hat neue Hospizbegleiter ausgebildet. Diese konnten vor wenigen Tagen ihr Zertifikat entgegennehmen. Endlich! Denn normalerweise hätten sie die Qualifizierungsmaßnahme schon im Juni abgeschlossen. Corona hat die ursprünglichen Planungen allerdings auf den Kopf gestellt.

Aufgrund des Shutdown im Rahmen der Corona-Pandemie musste die Hospizbegleiter-Qualifizierung im März unterbrochen werden, berichtet der Hospizverein in einer Pressemitteilung. Im Juni ging es dann weiter, nicht zuletzt dank der evangelischen Kirchengemeinde Stuhr. Diese ermöglichte den Teilnehmern, sich im Gemeindehaus zu treffen – denn in den Räumen des Hospizvereins an der Bahnhofstraße hätten die angehenden Hospizbegleiter nicht ausreichend Abstand wahren können. „Ich freue mich sehr, dass wir die viel größeren Räumlichkeiten der Kirchengemeinde nutzen durften, und möchte mich an dieser Stelle dafür ganz herzlich bei Pastor Vetter und der evangelischen Kirchengemeinde Stuhr bedanken“, sagt Ursula Krafeld, Koordinatorin des Hospizvereins.

Die Teilnehmer der Qualifizierung fühlen sich laut Pressemitteilung durch die etwa 100-stündige Maßnahme gestärkt und sicher im Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer.

Von nun an stehen dem Hospizverein fünf weitere ehrenamtliche Begleiter zur Verfügung. Diese schenken schwerkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen ihre Zeit. Sie bieten sich an, um ihnen zuzuhören, mit ihnen zu sprechen, ihnen vorzulesen, mit ihnen zu singen, zu lachen oder spazieren zu gehen. Sie können auch einfach schweigender Beistand sein. Ganz so, wie es gewünscht wird.

„Natürlich haben sich die Umstände, wie wir begleiten können, durch die Corona-Pandemie verändert“, schildert Ursula Krafeld auf Nachfrage der Kreiszeitung. Doch die Hospizbegleiter seien weiterhin für Kranke, Sterbende und Angehörige da gewesen – mit Telefongesprächen, Videochats, aber auch von Angesicht zu Angesicht mit Maske und Mindestabstand. Pflegeheime in Stuhr hätten das ermöglicht, sagt Krafeld. „Wie überall ist es momentan ein bisschen mehr Aufwand, aber den nehmen wir gerne in Kauf, damit die Menschen nicht alleine sind.“

Der Verein ist 24 Stunden am Tag telefonisch erreichbar. Zudem sind seine Räume an der Bahnhofstraße 14 in Brinkum jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr zur Sprechstunde geöffnet. Dort steht auch eine kleine Bibliothek zur Ausleihe themenspezifischer Bücher bereit. Weitere Infos erteilt Ursula Krafeld (0151 / 75012431).  ks

Neue Hospizbegleiter

Im Rahmen einer kleinen Feier im engsten Kreis des Hospizvereins Stuhr in einem privaten Garten erhielten unter anderem folgende Teilnehmer ihre Zertifikate: Anja Brase, Torsten Brodowski, Daniela Pursche, Katja Schauland, Claudia Schwiegert, Gudrun Schmale, Wibke Strodthoff und Waltraut Tydt. Fünf der Teilnehmer stehen dem Hospizverein fortan als ehrenamtliche Helfer zur Seite, andere haben aus anderen Gründen an der Qualifizierung des Hospizvereins teilgenommen.

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