Aufpflasterung Varreler Feld bleibt

FDP scheitert mit Antrag auch im Rat

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Mit der Ablehnung des FDP-Antrags im Rat ist das Thema Aufpflasterung Varreler Feld vom Tisch.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Ein aussichtsloser Antrag hat am Mittwoch die Gemüter im Sitzungssaal des Rathauses erregt. Nach der klaren Absage im Verwaltungsausschuss und im Ausschuss für Verkehr, Ordnung und Soziales war es sehr wahrscheinlich, dass die FDP auch im Rat mit ihrem Ansinnen scheitern würde, die aktuelle Aufpflasterung an der Kindertagesstätte am Varreler Feld zu beseitigen. „Wir halten trotzdem an dem Antrag fest“, sagte Fraktionschef Jürgen Timm. „Die Aufpflasterung ist ein Monster.“

Zu hoch sei die Erhebung, und überdies mit 95 Metern zu weit von der Einrichtung entfernt. Stattdessen regt die Fraktion eine Erhöhung an, die sich zwischen den beiden Zufahrten zur Kita befindet. Sie soll zusätzlich als Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer dienen und in eine fußläufige Verbindung zur Kita übergehen. Ein solcher Weg ist bislang nicht vorhanden. „Wir haben den Schutz der Kinder zum Ziel“, sagte FDP-Mann Jan-Alfred Meyer-Diekena.

„Wenn ich als Politiker nicht mehr weiter weiß, greife ich zu jungen Hunden und kleinen Kindern“, sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Kerstin Helmerichs, und unterstellte der FDP damit Heuchelei. Ausgangspunkt des Antrags seien Beschwerden von Autofahrern gewesen, deren Wagen beim Überfahren der Aufpflasterung Schaden nehme. Jetzt mit dem Schutz von Kindern zu argumentieren, sei zynisch.

SPD-Fraktionschefin Susanne Cohrs nannte die Erhebung „zielführend“, und so sah es auch CDU-Ratsherr Lutz Hollmann: Es sei richtig, frühzeitig den Verkehr abzubremsen, der mit einer Geschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde ankomme. „Die Tempo-30-Zone kann nicht weit genug ausgeweitet werden“, sagte er. Sein Fraktionsvorsitzender Frank Schröder fügte hinzu: „Kein Huckel kann hoch genug sein, wenn es um die Sicherheit von Kindern geht.“ Wer von der Aufpflasterung als Monster spreche, könne als Hauptziel nicht den Schutz des Nachwuchses haben, sagte Finn Kortkamp (CDU).

Allein für Gerd-W. Bode von der „Besser“-Fraktion hatte der FDP-Antrag „Höhen und Tiefen“. Ebenso wie die Liberalen kritisierte er die fehlende Zuwegung zum Eingang der Kindertagesstätte. In Sachen Aufpflasterung ging ihm die Forderung noch nicht einmal weit genug: „Die wird nur kritisiert, weil sie an der falschen Stelle ist. In unserem Programm sind Aufpflasterungen überhaupt nicht enthalten.“ Auf die Seite der FDP mochte sich Bode nicht schlagen, offenbar hatte deren Antrag dann doch mehr Tiefen als Höhen. Und so blieben Timm und Meyer-Diekena am Ende erwartungsgemäß als einsame Streiter zurück.

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