Ansiedlungen im Gewerbegebiet Brinkum-Süd / Weitere Grundstücksverkäufe

Drei alte Bekannte und ein Neuzugang aus Bremen

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Die Firma Nustede Aufzugskomponenten und Blechbearbeitung baut an der Charlotte-Auerbach-Straße in Brinkum-Süd.

Brinkum-Süd - Von Andreas Hapke. Im Gewerbegebiet Brinkum-Süd brummt es: Gleich vier Unternehmen siedeln sich zurzeit dort an, und erst kürzlich hat der Gemeinderat dem Verkauf zweier Grundstücke zugestimmt. Außerdem rechnet Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier damit, im September Verträge über zwei weitere Flächen abzuschließen.

Keine Frage: Der freie Platz in dem 26 Hektar großen Gebiet schrumpft. Nimmt man die jüngsten Grundstücksverkäufe hinzu, stehen in Brinkum-Süd nur noch 25000 Quadratmeter zur Verfügung, das ist knapp ein Zehntel der ursprünglich angebotenen Gesamtfläche.

Dafür werden andernorts Kapazitäten frei, denn bei drei der vier Ansiedlungen handelt es sich um Umzüge innerhalb Stuhrs. Den Abfüll- und Abpackbetrieb Wincopac etwa zieht es von der Bergiusstraße in Brinkum-Nord an die Lise-Meitner-Straße.

Ebenfalls von Brinkum-Nord nach Brinkum-Süd verändern sich die Unternehmen CM Logistik Gruppe sowie die Wega Logistik Gruppe. Sie hinterlassen Leerstände an der Gottlieb-Daimler- und der Felix-Wankel-Straße.

Oft müssen die Firmen aus Gründen des Wachstums andernorts ein neues Quartier beziehen, wollen aber nicht auf die Standortvorteile der Kommune verzichten. Beispiel CM Logistik Gruppe, die seit 2011 stark expandiert und die Anzahl ihrer Zugmaschinen vervierfacht hat. Darüber hinaus ist mit der Green Logistik eine Marke hinzugekommen, die CO2-neutrale Boten- und Kurierfahrten anbietet.

Der einzige echte Neuling in Brinkum-Süd ist das Unternehmen Nustede Aufzugskomponenten und Blechbearbeitung, das zurzeit noch vom Bremer Standort „Am Dammacker“ operiert. Für Chef Lars Nustede gaben die Autobahnnähe und der Grundstückspreis den Ausschlag für die Verlegung des Firmensitzes. Dass er in Groß Mackenstedt wohnt, habe auch eine Rolle gespielt.

Um eine Erweiterung wäre der Betrieb auch am alten Standort nicht umhin gekommen. „Wir müssen investieren und uns vergrößern, da wir neue Maschinen hinzubekommen“, erklärt Nustede, der zudem seinen Stab von acht Mitarbeitern auf Sicht aufstocken möchte. Da sei die Entscheidung leicht gefallen, zu verkaufen und die Firma an anderer Stelle neu aufzubauen – zumal sich die Suche nach einer passenden, gebrauchten Immobilie in Bremen schwer gestaltet habe. Seit 1950 gibt es das Familienunternehmen bereits. Seinen 65. Geburtstag möchte es im November in Brinkum-Süd feiern.

Laut Nustede gingen die Gespräche mit Wimmelmeier zügig über die Bühne. Aus seinen Erfahrungen weiß der Wirtschaftsförderer, dass zwischen dem ersten Kontakt und der Vertragsunterschrift auch schon mal bis zu eineinhalb Jahre ins Land ziehen können.

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