Kunstsommer für Erwachsene vom 26. bis 30 Juli in Stuhr

Anke Nesemann kündigt trotz Corona-Krise Bildhauer-Kursus an

Frau mit Bildhauer-Werkzeug hinter zwei Steinfiguren.
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Mehr Zeit für die eigene Kunst: Anke Nesemann arbeitet derzeit bedingt durch die Corona-Krise vermehrt an eigenen Projekten.

Stuhr / Syke – Anke Nesemann hat Zeit. Zeit, mit der sie gar nicht gerechnet hat, und die sie eigentlich gar nicht haben will. „Ich wollte im Herbst wieder mit meinen Kursen anfangen“, sagt die Künstlerin. Doch der zweite Lockdown folgte prompt. Alle Angebote, die sie in ihrem Atelier in Stuhr oder im Werkraum des Kreismuseums Syke für Kinder und Erwachsene anbietet, sind auf Eis gelegt. Die neu gewonnene Zeit nutzt Anke Nesemann, um Mut zu machen für die Zeit nach dem Lockdown, und um sich wieder vermehrt ihren eigenen Arbeiten zu widmen.

„Ich mache weiter und gebe nicht auf“, sagt die Stuhrer Künstlerin, „das kommt für mich gar nicht infrage.“ Deswegen kündigt sie bereits jetzt den Kunstsommer für Erwachsene an. „Ich weiß, dass die Ankündigung unter Vorbehalt sein muss, aber es macht Mut und Hoffnung, wenn man nach vorn blickt“, begründet Anke Nesemann ihre Entscheidung, den Kunstsommer trotz unklarer Corona-Entwicklung öffentlich zu bewerben.

Vom 26. bis 30. Juli öffnet sie – Stand jetzt – die Türen ihrer zwei Ateliers im Heiligenroder Ortsteil Bürstel von 10 bis 16 Uhr. Der Skulpturengarten werde dann auch für die Teilnehmer zugänglich sein. Unter dem Thema „Skulptur, Relief, Malerei“ widmet sich der Kunstsommer von Anke Nesemann der Bearbeitung von Sandstein, Holz, Alabaster, Keramik und anderen Materialien.

Zurzeit bietet die freischaffende Künstlerin ein offenes Atelier und das Kunstcafé unter Corona-Bedinungen in ihrer Werkstatt in Stuhr an. „Im Moment kann immer nur eine Person zur selben Zeit teilnehmen“, erklärt sie. „Das mache ich, um den Kontakt zu halten“, sagt Anke Nesemann. Seit 15 Jahren betreibt sie ihr Atelier in Stuhr. Ebenfalls vor 15 Jahren sei ihre Kooperation mit dem Kreismuseum Syke gestartet. In dieser Zeit seien einige enge Beziehungen zu Kursteilnehmern entstanden. „Persönliche Gespräche sind wichtig“, sagt Anke Nesemann. Diese seien durch die Corona-Krise stark eingeschränkt. Deswegen hält sie es für wichtig, dass sie ihre Kursteilnehmer immer auf dem Laufenden hält. „Auf meiner Webseite informiere ich immer über den aktuellsten Stand“, meint sie. Außerdem telefoniere sie regelmäßig mit Teilnehmern. Besonders die Kinder würden sich oft, bei ihr melden und fragen, wann die Kurse endlich wieder weitergehen. „Ich hoffe bald“, lautet ihre Antwort darauf.

Etwas Positives hat die durch Corona frei gewordene Zeit für Anke Nesemann allerdings auch: „Ich kann mich jetzt wieder vermehrt meiner eigenen Kunst widmen.“ Derzeit arbeitet sie an einem großen Bild, das die Corona-Situation widerspiegeln soll. „Das ist Düsternis und Hoffnung zugleich“, erklärt sie ihre Idee hinter dem Bild. Wenn es fertig ist, soll es eine Frau zeigen, die an einem verregneten Gewittertag der aufgehenden Sonne entgegen schwimmt.

Ein weiteres Projekt, das sie erst kürzlich fertiggestellt hat, ist eine Figur aus Selenit. „Das ist versteinertes Meer“, sagt Anke Nesemann. „Das zu bearbeiten, ist eine Herausforderung“, meint sie in der Hoffnung, ihr Wissen demnächst wieder an andere weitergeben zu dürfen.

Teilnehmen

Der Kunstsommer für Erwachsene richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene. Die Kosten belaufen sich auf 190 Euro pro Person. Materialkosten können dazukommen. Einzeltage seien für 50 Euro buchbar. Weitere Informationen zum Kurs können Interessierte direkt bei Anke Nesemann unter Telefon 04206/9799 oder 0177/5613604 erfragen.

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