Amor schoss seinen Pfeil beim Schützenfest ab

Vor 60 Jahren gaben sich Adelgund und Reinhard Kleinke das Jawort

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Haben vor 60 Jahren in der Stuhrer Kirche geheiratet: Adelgund und Reinhard Kleinke.

Stuhr - In Schlesien und Westpreußen liegen die Wurzeln von Adelgund und Reinhard Kleinke, die am Donnerstag ihre diamantene Hochzeit feiern. Beim Stuhrer Schützenfest lernte sich das Paar kennen. „Die muss ich auffordern“, war sich der damals 22-Jährige sicher und erinnert sich noch an das geblümte Kleid seiner späteren Ehefrau.

Sie war seinerzeit 17 Jahre alt. Nur ein Jahr später erblickte Sohn Alwin das Licht der Welt. Eine Schneiderin fertigte das weiße lange Kleid für die „Kiepe“ an, wie Adelgund Kleinke lachend anmerkt. Zum Traualtar in der Stuhrer Kirche fuhr „Taxi Ehlers“, nachdem im damaligen Moordeicher Standesamt die Ehe geschlossen worden war.

Zehn Tage später war der erste Filius da, dem vier Jahre später Bruder Wolfgang, weitere sechs Jahre danach der dritte Sohn Peter und dann noch Tochter Tanja im Jahr 1971 folgten. Elf Enkelkinder sitzen im Hause Kleinke bei den Familienfeiern, und längst hat Opa Reinhard das ehemalige Schlafzimmer zum erweiterten Wohnzimmer umgebaut. Gerade hat das Jubelpaar Enkelin Yvonne und Urenkelin Leonie zur Einschulung begleitet. „Die Kinder sitzen am Katzentisch, denn unser großer Tisch reicht für die meist 20 Familienmitglieder nicht mehr aus“, sagt das Paar und freut sich über das intakte Familienleben.

Das Haus wurde in Eigenregie aufgebaut

Ins eigene Haus zogen Kleinkes im Jahr 1962 an den Kronsbrock in Obernheide. „Alles mit Arbeitskollegen selber gemacht“, ist der gelernte Maurer stolz. Vor einigen Jahren wurde das große Grundstück geteilt, und Sohn Wolfgang baute dort sein eigenes Haus. Auch der Rest der Familie wohnt umzu, und das Paar fühlt sich in allen Angelegenheiten bestens versorgt. Die intakte Nachbarschaft lässt ebenso keine Wünsche offen.

Der Garten ist trotz der Teilung immer noch groß genug, um darin Kartoffeln und die geliebte rote Beete gedeihen zu lassen. Im Stall hält Adelgund Kleinke ihre grauen Riesen, die gewaltigen Kaninchen. „Solange ich das noch kann, miste ich aus und füttere“, sagt sie. Dazu gibt es stets viele Streicheleinheiten für die Langohren.

„Die Zeit ist schnell rumgegangen“, sagt Reinhard Kleinke, der nicht nur das „Hochhaus“ an der Stuhrer Haferflockenkreuzung mit baute. Ehrensache ist das Kranzbinden bei Kleinkes mit den Nachbarn und eine stilvolle Feier mit gut 60 Personen im Anschluss.

ak

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