Vierte Auflage am Steller See

Highland-Games: Wo Amateure mit Steinen und Stämmen hantieren

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Und weg mit dem Baumstamm. Der Stamm wird allerdings nicht geworfen, sondern geschubst, was auch unbedarfteren Teilnehmern gelingen sollte. 

Stuhr - Von Andreas Hapke. „Wir tragen Kilt, wir trinken aus dem Horn, wir schmeißen schwere Sachen“ – so sehen sich die Mitglieder des Vereins Highland-Games Bremen. Bald tauchen sie wieder auf dem Gelände des Märchencampingplatzes am Steller See auf, um ihre sportlichen Wettkämpfe auszutragen und ein großes Fest zu feiern.

Es ist die vierte Auflage der Highland-Games in Stuhr, die Jahr für Jahr gewachsen sind. Das gilt für die Teilnehmerzahl ebenso wie für das Rahmenprogramm. 

Initiator Heiko Matz und seine Mitstreiter wollen am Samstag, 16. Juni, vor allem Amateurmannschaften begrüßen. 38 Teams à zwei Spieler haben sich schon angemeldet, das sind bereits jetzt zwei mehr als im vergangenen Jahr. „Wir wollen diesmal die 40er-Grenze knacken“, sagt Matz. „Insgesamt könnten wir bis zu 50 Mannschaften durchschleusen. Noch mehr, und es wird unübersichtlich.“

Die Wettkämpfe beginnen um 11.30 Uhr. Ab dann geht es darum, sieben Disziplinen zu bewältigen, die Bezug nehmen auf die traditionellen schottischen Highland-Games. Ganz so streng legen Matz und Co. die Bewertungskriterien aber nicht an. „Die Disziplinen sind zwar nicht anspruchslos, aber auch von ungeübten Teilnehmern zu bewältigen“, sagt Matz. Kraft allein sei nicht der Schlüssel zum Erfolg. Es gehe auch um Geschicklichkeit.

Weit gewinnt beim Hammerwurf

Beim Werfen eines zehn Kilogramm schweren Hammers geht es um Weite, während mit dem Speer ein 17 Meter entferntes Ziel zu treffen ist. Das Schubsen eines 25 Kilogramm wiegenden Baumstamms sollte möglichst parallel zu einer Bodenlinie geschehen. Die Teams müssen auch einen Treckerreifen ziehen sowie einen sieben und einen 20 Kilogramm schweren Stein werfen. Außerdem steht Bogenschießen auf dem Programm, betreut von den Achimer Bogenschützen. Die Siegerehrung ist für 18 Uhr vorgesehen.

„Uns liegt am Herzen, die schottische Kultur in den Norden zu holen“, sagt Matz. Das spiegelt sich auch in dem Rahmenprogramm wieder, in dem Musik diesmal einen noch größeren Raum einnimmt als in den Vorjahren. In Ralf Schumm und Victor Besch haben die Organisatoren gleich zwei Dudelsackspieler verpflichtet. Letzterer ist nicht nur der Gründer der Bremer Band Crest of Gordon, sondern fungiert auch als Schirmherr der Veranstaltung. Darüber hinaus spielt um 14 Uhr die Band Narrenmond, um 17 Uhr Bilge on the Rocks. Bei der Abschlussparty nach dem Wettkampf machen die Dead Motherfroggers Dampf. Sie verstehen sich sowohl auf Rockklassiker als auch auf moderne Stücke. „Die machen richtig Spaß“, sagt Matz.

Drachendruide und Riemenschneider

Der Mittelaltermarkt ist inzwischen auf sechs Lager angewachsen, doppelt so viele wie bei der Premiere 2015. Der Riemenschneider etwa zeigt, wie er Leder verarbeitet, während der Drachendruide Geschicklichkeitsspiele, Wollverarbeitung und Highland-Games bietet, bei denen jedes Kind eine Packung Kekse und Urkunden gewinnt. Der Nachwuchs dürfte auch Spaß mit den beiden Highland-Rindern haben, die die Züchter Kristine und Bernhard Helmerichs zum Steller See karren.

Die Whiskey-Verkostung ist durch den Scotch-Club Bremen sichergestellt, der für 16 Uhr zusätzlich zu einem Whiskey-Tasting einlädt. Die Familie Reiter als Campingplatzbetreiber sorgt für Gegrilltes und Gezapftes (Pils). Das irische Bier Kilkenny ist aus Flaschen zu haben.

Bei einer großen Tombola sind Kekse, Süßigkeiten und Whiskey zu gewinnen, außerdem Gutscheine für Reifenwechsel sowie Whiskey-und Gin-Tastings im November. Nicht nur die namhaften Sponsoren sin2d ein Beleg dafür, dass die Highland-Games ihren Bekanntheitsgrad innerhalb von drei Jahren kräftig gesteigert haben. „Was kleinere Bands angeht“, sagt Matz, „haben wir inzwischen das Glück, dass wir nicht mehr suchen müssen, sondern angefragt werden.“

www.highlandgames-bremen.de

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