„Freizeitkünstler“ präsentieren sich

Alte Stoffe zu neuem Leben erweckt

Conny Ehlers und Ingrid Henkel (r.) stellen unter anderem gehäkelte Tiere aus. - Foto: Ehlers

Fahrenhorst - Erstmalig haben die „Freizeitkünstler“ ihren Basar im Gasthof „Zur Linde“ veranstaltet. Der dortige Flohmarkt im Sommer unter den alten Bäumen und im Saal ist mittlerweile über die Ortsgrenzen bekannt.

Das Herbstangebot für kreative Menschen indes ist neu, sowohl für den Wirt als auch für Marlies Duhr als Organisatorin der Veranstaltung. In den vergangenen Jahren war die Gruppe nach dem Abriss der Traditionsgaststätte Bellmann im Mackenstedter Hotel A 1 untergebracht gewesen. Wegen der dortigen terminlichen Schwierigkeiten siedelten die Hobbykünstler nun nach Fahrenhorst um. Hinsichtlich des guten Besucherandrangs sicherlich keine schlechte Wahl, nur leider boten die etwas beschränkten Räumlichkeiten nicht genügend Platz für die gewohnte Anzahl an Ausstellern. Reduziert auf 16 Tische gab es dennoch viel zu sehen, zu bestaunen und zu kaufen.

Wetterfeste Kerzen für den Außenbereich hatte Heinz-Hermann Uelzen neben filigranen Fensterbildern und zauberhaften Engeln mitgebracht. Daneben dufteten handgeschöpfte Seifen, und genähte Igel saßen gleich gegenüber in großen Kastanienschalen neben Teddys in allen erdenklichen Farben. 

„Alles was ich genäht habe, würde ich auch gebrauchen“, sagte Jutta Bischoff. Sie zaubert aus Jeans schicke Taschen mit tollen andersfarbigen Innenseiten. Die Idee der Küchenhandtücher mit Klettverschluss stammt von der Verwandtschaft aus Amerika. Aufgepeppt mit Maschinenstickerei des Jahres 2016 wurde aus alten Schätzen ein ganz neues Gewand.

Das verleiht auch Herta Singh längst aus der Mode gekommener Tischwäsche, Bettwäsche und Handtüchern. Daraus nähte sie modische Blusen und aus den Resten erstellte sie sogar noch einen Adventskalender mit 24 unterschiedlichen Taschen. Indische Stoffe mit blinkenden Ornamenten stammen von der Schwägerin ihres aus Indien kommenden Ehemannes. Topflappen und Ausschnitte alter Gobelinbilder erstrahlen nun als stylische Kissenpracht.

Auch bei Christa Sander kommt so schnell nichts weg. Aus den kleinsten Garnresten häkelt sie mit Nadel Nr. 20 noch Eierbecher und aus dem Rest großer Fröbelsterne faltet sie eben kleine. Harald Hesse lässt hingegen seine Bienen für sich arbeiten. Der Delmenhorster freut sich schon auf das kommende Frühjahr. „Ach Mädels, da seit ihr ja wieder“ heißt es dann, wenn er die bekannte Wolke vor einem Kasten sieht. Vom Fleiß seiner Bienen konnte jeder ein Glas Honig oder eine der vielen hübschen Kerzen mit nach Hause nehmen.

Besonders gefragt waren bei Marlies Duhr ihre Walnüsse vom Hausbaum. „Jedes Jahr ist die Ernte ein Wettlauf mit den Eichhörnchen und den Krähen“, berichtet sie.

ak

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