Unterwegs mit einem Ei

Erstes „Alleycat“ in der Gemeinde: Mehr als 30 Stuhrer und Stuhrerinnen nehmen bei der Fahrrad-Foto-Rallye teil

Ein Mann verrenkt sich an einer Planke mit einem Ei in der Hand.
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Verrenkungen mit rohem Ei an einer Schranke in Fahrenhorst, die nicht einfach zu finden war: Christian Tümena.

Das „Alleycat Stuhr“ ist eine Fahrrad-Foto-Rallye quer durch die Gemeinde. Die Herausforderung dabei: Die Teilnehmer müssen ein rohes Ei auf die Tour mitnehmen. Es sollte nicht kaputt gehen. Die Ergebnisse hielten die Radler fotografisch fest.

Stuhr – Gerd Harthus nimmt seine Aufgabe ausgesprochen ernst. Knapp zweieinhalb Wochen nach Beginn des Wettbewerbs Stadtradeln, an dem er als sogenannter Stadtradelstar teilnimmt, hat Harthus die 1.000-Kilometer-Marke durchbrochen. Dafür habe er am Mittwoch vor dem Frühstück noch die fehlenden 21 Kilometer zurückgelegt, berichtet er in der Pressekonferenz des Rathauses.

Der Hobbyradler ließ es sich am Wochenende auch nicht nehmen, beim ersten „Alleycat Stuhr“ zu starten. Die Veranstaltung war als Fahrrad-Foto-Rallye angelegt und führte die Teilnehmer in sämtliche acht Ortsteile der Gemeinde. Von den jeweils anzusteuernden Checkpoints, zumindest fotografische Ausschnitte davon, hatten sie durch ein „Manifest“ erfahren, das die Gemeinde am Freitagabend auf ihrer Homepage veröffentlicht hatte. Daniel Unsworth, der das Stadtradeln seitens der Verwaltung begleitet, spricht von einer „dezentralen Aktion zur Vermeidung von Menschentrauben“.

Ei überlebte nicht, also kommt die Schale mit.

Übers Wochenende verteilt machten sich mehr als 30 Personen alleine, in Zweiergruppen oder als Familie auf, um die Orte zu finden und dort Fotos von sich zu schießen. Eine „unterhaltsame Aufgabe“ (Unsworth) gab es auch: Die komplette Strecke über mussten die Teilnehmer ein rohes Ei transportieren, das natürlich auf den Fotos auftauchen sollte. Wie, das war ebenfalls vorgegeben. An einem Checkpoint etwa musste das Ei auf dem Fuß balanciert werden. In welcher Reihenfolge sie die Stationen abklapperten, blieb allen selbst überlassen. „Einige müssen Umwege gefahren sein“, stellt Unsworth angesichts zurückgelegter Strecken zwischen 30 und 50 Kilometern fest.

Harthus erwischte einen rabenschwarzen Tag. Schon an seiner ersten Station, dem Feuerwehrhaus in Seckenhausen, sei er durchnässt gewesen, berichtet der Stadtradelstar. Den nächsten Halt habe das Ei schon gar nicht mehr erlebt. Fortan habe er die Fotos „mit den verbliebenen Eierschalen“ gemacht. Weil er nach eigener Auskunft versehentlich den Bahnhof Stuhr ausgespart hatte, musste er noch einmal von zu Hause aus losgefahren – um festzustellen, dass der Akku seines Handys leer und ein Foto deshalb nicht möglich war. Dies habe er beim zweiten Anlauf am Sonntagabend erledigt. Unter den besten Teilnehmern wird die Gemeinde nun Gewinne verlosen.

Familienausflug mit Hund bei der Premiere der „Alleycat Stuhr“: die Cramers.

Seine Radtouren haben Harthus nach eigener Auskunft an die Hache, die Hunte, die Delme, den Klosterbach sowie an die Weser stromauf- und -abwärts geführt. Einkaufen sei ohne Auto kein Problem. Reichlich Kilometer sammelt der Stadtradelstar bei den wöchentlichen Besuchen seiner Mutter in Oldenburg, „Ein Mal waren es 110, ein anderes Mal 121 Kilometer, da ging es über Dötlingen.“ Heute steht wieder ein Besuch an.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Auch Meike Solte, Spielführerin der Korbballerinnen des TSV Heiligenrode, ist bereits mehr als 1000 Kilometer gestrampelt. Ihr Team lag gestern am späten Nachmittag mit insgesamt fast 7600 geradelten Kilometern vorn, die beste Pro-Kopf-Leistung verzeichneten die vier Mitglieder des Teams Wohnoutlet & Friends ohne Akku mit 1098 Kilometern.

Hoffentlich geht alles gut: Tim Tümena hat das rohe Ei während seines Handstands auf dem Fahrradsattel platziert.

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