Allein auf weiter Flur

Termin-Shopping im Brinkumer Ochtum Park: „Geht ja nicht anders“

Eine einzige Kundin läuft durch die ansonsten weitgehend leere Parkanlage.
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Eine einzige Kundin läuft durch die ansonsten weitgehend leere Parkanlage: Dieses Bild beschreibt die Situation im Ochtum Park am Montagvormittag passend.

Der Ochtum Park hat geöffnet und ist dennoch so gut wie menschenleer. Nur vereinzelt schlendern Menschen mit Mundschutz über den Platz. So sah am Montagvormittag die triste Realität des Termin-Shoppings im Stuhrer Outlet-Center aus.

Brinkum-Nord – Es ist 10 Uhr morgens. Vor wenigen Geschäften bilden sich kleine, aber überschaubare Schlangen von nicht einmal zehn Personen. Als die Mitarbeiter die Türen öffnen, geht es schnell: Ein kurzer Check am Eingang, ob der reservierte Termin passt, und die wenigen Kunden verschwinden nach und nach in den Läden. Danach herrscht gähnende Leere auf dem gesamten Gelände. Der Ochtum Park in Brinkum-Nord gleicht einer Geisterstadt, obwohl er grundsätzlich geöffnet ist. Das regnerische Wetter wird sein Übriges zur Situation beigetragen haben.

Jannis Gertsos und Sohn Alexandros nutzen das Termin-Shopping für ein Gefühl von Alltag.

Termin-Shopping im Outlet Brinkum: „Besser so als gar nicht“

Jannis Gertsos aus Vechta ist einer der wenigen Menschen, die am Vormittag im Ochtum Park einkaufen. Gemeinsam mit Sohn Alexandros besucht er die Shops der Sportausrüster Adidas und Nike. Zum Termin-Shopping sagt er: „Es geht ja nicht anders, sonst werden die Zahlen ja nur wieder noch höher.“ Grundsätzlich sei er nicht begeistert, unter Corona-Bedingungen im Ochtum Park einzukaufen, „aber besser so als gar nicht“. Mit Blick auf den Landkreis, in dem er mit seinem Sohn lebt, meint er während er auf dem Weg zum Adidas-Store ist: „Wir dürfen nichts. Bei uns ist alles dicht.“ Der Landkreis Vechta hat in Niedersachsen einen vergleichsweise hohen Inzidenzwert und damit verbundene strengere Lockdown-Auflagen. Umso mehr freue sich Alexandros darüber, im Ochtum Park einfach ein Stück weit Normalität zu erleben, denn er bekomme auch mit, so Vater Jannis Gertsos, dass andere Kinder in seiner Nähe mehr dürfen als Alexandros in Vechta: „In drei Kilometern sind wir in Diepholz. Da dürfen die Kinder wieder Fußball spielen.“

Linda Otten nutzt das Termin-Shopping nur in Ausnahmefällen. Ihrer Tochter wollte sie etwas Gutes tun.

Ochtum-Park Brinkum: Lobende Worte für Organisation der Termin-Vergabe

Wenige Meter weiter wartet Linda Otten aus Bremen mit ihrer Tochter darauf, dass der Ravensburger-Shop öffnet. „Ich will etwas für die Kleine kaufen“, erklärt sie. Lobende Worte hat sie für die Organisation der Termin-Vergabe übrig. „Ich habe beim Laden angerufen, als ich schon auf dem Parkplatz war. Da hat man mir gesagt, dass noch was frei ist, und ich konnte sofort in das Geschäft rein.“ Zudem freut sie sich darüber, dass so wenige Menschen an diesem Montagvormittag auf dem gesamten Gelände sind: „Ich finde es gut, dass es hier so leer ist.“ Ihr Besuch bei Ravensburger sei eine Ausnahme für ihre Tochter gewesen, denn: „Ich persönlich halte es eigentlich nicht für angebracht, in Corona-Zeiten shoppen zu gehen.“ Was sie deswegen nicht machen würde: Termine bei mehreren Shops direkt hintereinander buchen.

Nur mit gebuchtem Termin kommen Kunden in die Läden.

Outlet Brinkum: Drei Termine mit jeweils 30 Minuten

So hat es allerdings Mohammed Ali aus Bremen gemacht: „Ich habe heute drei Termine mit jeweils 30 Minuten gebucht. Was sollen wir denn machen? Man muss ja so einkaufen.“ Für ihn sei die Situation schlimm, meint er, während er auf die Öffnung des Puma-Shops wartet. „Hier habe ich meinen Termin erst in einer Stunde“, sagt er. Es sei für ihn im Voraus einfach schwer einzuschätzen, wie lange er in einem Laden bleibt. „Wenn es normal wäre, braucht man manchmal nur zehn Minuten, manchmal aber auch eine Stunde“, erklärt er. „Ich halte mich an die Zeiten, aber wenn man weniger Zeit braucht, wartet man.“

Die Filialleiter diverser Outlet-Shops standen für eine kurzfristige Stellungnahme nicht zur Verfügung.

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