Diplomingenieur Horst Wolff stellt sein System am 16. Juli im MGH Brinkum vor

Alarmanlagenbau als „Hobby mit Aufwandsentschädigung“

Herbert Wolff mit einem Bauteil der von ihm erfundenen Alarmanlage mit zwei Infrarotlichtschranken. - Foto: Ehlers

Brinkum - Von Andreas Hapke. Der Einbruch bei Bekannten hatte den Ausschlag gegeben: Danach setzte sich der Groß Mackenstedter Horst Wolff hin und erfand eine Alarmanlage, die ungebetene Gäste schon frühzeitig vom Betreten des Grundstücks abhalten soll. Über sein Konzept möchte er am Donnerstag, 16. Juni, 19 Uhr, im Brinkumer Mehrgenerationenhaus informieren. Der Eintritt zu seinem Vortrag ist frei.

Wolff will findige Besucher ebenso wie Laien in die Lage versetzen, sein System in weitgehender Eigenleistung zu erschwinglichen Kosten zu installieren. Die Frage, ob sein Tun einen gewerblichen Hintergrund hat, stellt sich nicht, denn: „Interessierte mit Elektro- oder Elektronikkenntnissen können die Anlage möglicherweise nachempfinden und komplett selbst projektieren und bauen“, sagt Wolff. Wer dazu nicht in der Lage ist, dem greift er unter die Arme. „Für mich ist das ein Hobby mit Aufwandsentschädigung.“

Seiner Auskunft nach basieren die handelsüblichen Systeme auf Sensoren an Türen oder Bewegungsmeldern am Haus. Doch das sei ihm als Frühwarnsystem zu spät. „Dann weiß ich ja, dass sich schon jemand am Gebäude zu schaffen macht.“ Seine Anlage ist als Rundum-Absicherung eines Grundstücks gedacht. Der ungebetene Gast soll erwischt werden, wenn er sich dem Haus nähert.

Das geschieht per Infrarotlichtschranken, die der Außenstehende nicht erahnen kann, da die Anlage zum Beispiel hinter den Säulen eines Eingangstores montiert ist. Das Besondere laut Wolff: Sein System funktioniert mit zwei untereinander verlaufenden Lichtschranken. So könne, anders als bei einer einzigen Schranke, ein durchfliegender Vogel keinen Fehlalarm auslösen. „Und ein Pferd läuft ja eher selten über ein Privatgrundstück.“

Per Funk ist die Anlage mit einem Empfänger im Haus verbunden, der ein akustisches Signal auslöst. Wolff setzt auf die abschreckende Wirkung: „Das Signal ist draußen natürlich ungleich lauter, außerdem springt direkt eine Flackerlampe an.“

Wolff ist 78 Jahre alt und seit dem Jahr 2000 Rentner. Bis dahin hat der Diplomingenieur als Entwicklungsleiter für Leistungselektronik bei der Firma Euroatlas in Bremen gearbeitet. Die Firma stellt Stromversorgungssysteme her – für das Militär, die Industrie und die zivile Luftfahrt. Heute tüftelt Wolff, „weil es mir Spaß macht“. Außerdem habe er das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. „Denn wer einmal mit Opfern von Einbrüchen gesprochen hat, der weiß, wie diese Leute darunter leiden.“

Die Bauteile für eine Rundum-Absicherung, das heißt vier Infrarot-Doppelschranken, kosten 787 Euro. Die abgespeckte Version, zum Beispiel für Lichtschranken auf nur einer Grundstücksseite, schlägt mit 362 Euro zu Buche. Zu diesen Preisen kann allerdings nur jemand die Anlage bauen, der sich mit der Materie auskennt und dem der Vortrag als Initialzündung reicht.

Wer zusätzlich Schaltpläne benötigt, dem kann Wolff ebenso aushelfen wie jemandem, der solche Zeichnungen nicht lesen kann, beides gegen eine Aufwandsentschädigung. „Ich kann die Baugruppen anfertigen, provisorisch verkabeln und die Anlage vorführen. Nur die endgültige Montage müsste der Interessent übernehmen.“

Im Zweifel bleibe immer noch die Möglichkeit, sich die Anlage zu den üblichen Stundensätzen von einer Elektrofirma installieren zu lassen.

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