Agility: Hund und Mensch in Bewegung

Mit Leckerli und Lob zu Großtaten

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In Schlangenlinie durch die Slalomstangen und trotzdem flink wie Frauchen, eine tolle Leistung des kleinen Hundes.

Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. Ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Agility-Turnier der „Doggels“ herrschten am Sonntag auf dem Brinkumer Schützenplatz. Mitglieder und Gäste aus dem norddeutschen Raum hatten mehr als 100 Hunde für den Spaßwettbewerb gemeldet. Sie hatten rund um den Parcours bunte Wurfzelte errichtet, in die sie sich zurückziehen konnten. Doch die meisten saßen und standen um die Bahn herum und kommentierten die Leistungen der Vierbeiner, freuten sich über gelungene Läufe und trösteten Hund und Herrchen, wenn mal etwas schief gegangen war.

Was die Hunde bei ihrer Vorstellung leisteten, war beachtlich. Eingeteilt in die drei Größenklassen „small“, „medium“ und „large“ mussten sie auf dem etwa 120 Meter langen Parcours Hürden überspringen, durch Tunnel flitzen, über eine Brücke balancieren, sich durch einen Slalomwald schlängeln und eine Wippe überqueren. Weder Hund noch Frauchen wussten, was auf sie zukommen würde. In welcher Folge die verschiedenen Hindernisse aufgebaut waren, lag allein im Ermessen des Wertungsrichters.

Die Hundehalter hatten nach dem Aufbau fünf Minuten Zeit, sich den Parcours anzuschauen und ihn gedanklich für ihren Liebling vorzubereiten.

Die Größen- waren noch einmal in drei Leistungsklassen unterteilt. Hunde, die dreimal ein Turnier erfolgreich beendet haben, steigen in die nächste Leistungsklasse auf. Doch von Wettkampfstress war zumindest in Brinkum bei den Tieren nichts zu spüren. Gleichwohl waren sie aufgeregt und warteten sehr gespannt auf das Startkommando. Dann flitzten sie los, immer Herrchen oder Frauchen im Blick, denn die wiesen ihnen mit Zurufen und Gesten den Weg durch den Parcours. Trotzdem konnte es geschehen, dass sie im Übereifer ein Hindernis ausließen oder beim Slalom die erste Stange verpassten und die Übung wiederholen mussten.

Schwierig wurde es etwa für einen winzigen Papillon, der so leicht war, dass sich die Wippe nicht schnell genug senkte und er wertvolle Sekunden einbüßte. Es konnte auch passieren, dass sich Zwei- und Vierbeiner gegenseitig im Weg standen oder Dackel und Co. am nächsten Hindernis warten mussten, weil ihr Herrchen nicht schnell genug war. Ohnehin trafen die Menschen meistens atemloser im Ziel ein als die Tiere.

Pressewart Gerd Ahrlich beteiligte sich mit seinem Hund nicht an dem Turnier, weil dieser noch zu jung ist. Doch er hatte ihn schon mitgebracht, damit er sich an die Atmosphäre gewöhnt, denn für Turniere sind nur Tiere mit gutem Grundgehorsam und Unbefangenheit gegenüber Artgenossen und Menschen zugelassen. Dagegen spielt die Rasse keine Rolle.

„Wir bilden unsere Hunde nur über eine positive Verstärkung mit Leckerli und Lob aus“, erklärte Ahrlich. Trainiert wird mittwochs und donnerstags auf dem Hof Klucken und Neukrug. Gäste sind jederzeit willkommen.

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