DLRG berichtet

Ärgernis: Shishas am Silbersee - Abstandregeln werden eingehalten

Der Silbersee ist gut besucht. Laut der DLRG halten die Leute aber dennoch genügend Abstand.
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Der Silbersee ist gut besucht. Laut der DLRG halten die Leute aber dennoch genügend Abstand.

Stuhr – Ausreichend Abstand am Silbersee, selbst an Tagen, an denen die Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke liegen ... ob das klappt? Diese Frage haben sich viele Stuhrer zu Beginn der Badesaison gestellt. Auch Uwe Schweers, der erste Vorsitzende der DLRG Stuhr, hatte zunächst Bedenken. Aber ihm zufolge funktioniert es bisher ziemlich gut. „Nach meiner Auffassung haben die Leute die Abstände eingehalten“, sagt er. Allerdings gebe es ein anderes Ärgernis: Shishas am Strand.

Allein am vergangenen Samstag habe er rund 20 Wasserpfeifen gesehen. Die meisten davon seien in Betrieb gewesen. „Wir gehen auch auf die Leute zu und sagen, dass das verboten ist“, berichtet Schweers. Die heiße Kohle sei vor dem Hintergrund der Brandgefahr „äußerst problematisch.“ Nicht nur am Silbersee sind Shishas ein Problem, sondern auch am Steller See. Laut dem Campingplatzbetreiber Helge de Buhr versuchen immer wieder Gäste, Wasserpfeifen auf das Gelände mitzunehmen.

„Im Grunde genommen läuft am Silbersee aber sonst alles recht positiv ab“, sagt Uwe Schweers. Das Team der DLRG drehe regelmäßig seine Runden – und zwar mit Masken im Gesicht. Auch wenn jemand das Wachhaus betrete, kämen Mund-Nasen-Bedeckungen zum Einsatz.

In Niedersachsen sind in diesem Jahr bis Anfang des Monats bereits 24 Menschen ertrunken. Das ergibt sich aus einer Zwischenbilanz der DLRG. Am Silbersee hat es bisher laut Uwe Schweers bis auf ein paar Wespenstiche keine Zwischenfälle gegeben.

Polizei und Gemeinde Stuhr am Silbersee wegen Corona-Regeln aktiv

Neben der DLRG gucken ab und an auch die Polizei und die Gemeinde Stuhr nach dem Rechten. Sie achten insbesondere auf die Abstände. Kerstin Frohburg, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Soziales und Freizeit bei der Gemeinde, bestätigt den Eindruck von Uwe Schweers: Alles sei in Ordnung.

„Mehr Besucher würde der See aber nicht vertragen“, betont Frohburg. Sie appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen. „Wenn ich ankomme und sehe, dass ich mich nirgendwo mehr hinlegen kann, dann muss ich wieder gehen.“ Uwe Schweers ergänzt: „Das passiert auch, dass Leute einfach wieder gehen.“ Die Parkplätze waren ihm zufolge in den vergangenen Tagen zwischenzeitlich rappelvoll „Da ging nichts mehr.“

Dass am Strand trotzdem kein Gedränge war, mag zum einen daran gelegen haben, dass manche beim Anblick der vielen parkenden Autos sofort wieder kehrtgemacht haben. Zum anderen dürfen Gäste in diesem Jahr in Bereichen liegen, die normalerweise abgesperrt sind.

Derzeit keine Schwimmausbildung am Silbersee in Stuhr

Und noch etwas ist in diesem Jahr anders: Es gibt keine Schwimmausbildung am Silbersee. „Das Problem, dass ein Großteil der Kinder nicht schwimmen kann, besteht ja nicht erst seit Corona“, sagt Schweers. Es sei schade, dass Kinder dadurch auf der Strecke bleiben würden. „Aber es lässt sich nicht ändern.“ Er könne nicht die Gesundheit seiner Leute aufs Spiel setzen. Zudem müsste die Ausbildergruppe immer aus exakt denselben Personen bestehen. Falle eine aus, dürfte diese nicht einfach durch jemand anderen ersetzt werden.

„Im Einzelfall nehmen wir aber noch Schwimmprüfungen ab“, sagt der Vorsitzende. Ohne Körperkontakt, versteht sich. 15 bis 20 Kinder können normalerweise am Silbersee schwimmen lernen. „Das ist nicht die Masse“, sagt er. Problematischer sei, dass auch in vielen Freibädern Kurse wegfallen würden.

Schweers hofft, dass sich die Menschen weiterhin an die Regeln halten und der See, dessen Einlass nicht ohne Weiteres kontrollierbar ist, geöffnet bleiben kann. Es sei schön zu sehen, wie zum Beispiel viele Rentner schon morgens um 6.30 Uhr ihre Bahnen im Wasser ziehen.

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