Adventliches auf Deutsch und Polnisch

Friedenskonzert in der Brinkumer Kirche

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Besucher hören stimmungsvolle Lieder und selten dargebotene Weisen.

Brinkum - Von Angelika Kratz. Für viele Chöre hat die evangelische Kirche in Brinkum bereits ihre Türen geöffnet, aber erstmalig gastierte dort der Deutsch-polnische Chor Bremen. Passend zum Adventswochenende hatten die 35 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Alice Nowak Weihnachtliches auf dem gut einstündigen Programm.

Die stimmungsvollen Lieder in abwechselnd deutscher und polnischer Sprache ließen eher selten gehörte Weisen erklingen und machten die Aufführung umso interessanter.

Sehr gut besucht zeigte sich das Kirchenschiff und bot sicherlich einen erfreulichen Ausblick für den Chor, der umgekehrt in seinem schicken schwarz-rotem Outfit eine Augenweide für das Publikum darstellte. Aber auch die Ohren sollten auf ihre Kosten kommen, denn gesanglich hervorragend aufgestellt mit einer herrlichen Solostimme von Magdalena, legte er alle Ehre ein und ersang sich in Brinkum eine neue Fangemeinde.

Gegründet wurde der Deutsch-polnische Chor Bremen im Jahr 1982 von Rochus Salanczyk, einem Theologen und Musikpädagogen. Sein Ziel war es, durch den Gesang den Versöhnungs- und Verständigungswunsch zwischen Deutschen und Polen auf die Zuschauer zu übertragen. Nach dem Tode des Gründers übernahm im Jahr 2008 Alice Nowak die Leitung des „Friedenschores“. Sie führt als studierte Musik- und Kunstlehrerin, Leiterin verschiedener Jugend- und Studentenchöre und Musikerzieherin, die Tradition mit frischem Schwung ganz im Sinne von Rochus Salanczyk fort.

„Ich kann ja kein Polnisch“, beruhigten die wechselnden Moderatorinnen aus den Reihen des Chores das Publikum hinsichtlich der universellen Sprache der Musik. Man höre aus den Liedern aber die Freude über die Geburt von Jesu, gab es den Rat, sich einfach einzulassen. Und das tat das Publikum voller Begeisterung, und es wurde in einigen Kirchenbänken sogar mitgesungen.

Opulentes Essen im Kreise der ganzen Familie 

Mal ganz anders als die hiesige bekannte Version von „O Tannenbaum“ zeigte sich die polnische Auslegung „in der Stille der Nacht“.

Stimmlich erklangen die Glocken, die zum Ende des Konzertes vom Kirchturm eine passende lautstarke Fortsetzung erhielten. Bis dahin wartete das „Kaschubische Weihnachtslied von Werner Bergengruen aus dem Jahr 1927 als Prosa auf das Publikum, gefolgt von Theodor Storms Weihnachtsgedicht.

Dass in Polen das Weihnachtsfest ein wenig anders als in Deutschland gefeiert, sehr viel Wert auf ein opulentes Essen im Kreise der ganzen Familie gelegt und der Weihnachtsbaum nicht bereits nach den Feiertagen entsorgt wird, gab es zudem vom Chor zu hören. Am Ende eines gelungenen Adventskonzertes sang der Chor gemeinsam mit dem Publikum. Die vielen persönlichen Dankesworte mit reichlich Händedrücken und einer Spende in den Korb für Gemeinde und die Chorarbeit drückten den Wunsch nach einer Fortsetzung aus.

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