„Adios Amigos – das Leben geht los“

Verabschiedung des Abiturjahrgangs der KGS Brinkum

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Schüler, Lehrer und viele Gäste haben in der Scheune Platz gefunden, nachdem fleißige Helfer weitere Sitzgelegenheiten aus dem Stuhllager herbeigeschafft hatten.

Varrel - Von Rainer Jysch. „Viel gelernt und alles vergessen“, textete die diesjährige Abi-Band mit einem ihrer Songs am Samstagmorgen auf Gut Varrel bei der Entlassungsfeier und Zeugnisvergabe für die Abiturienten der KGS Brinkum. Dass die Liedzeile – zumindest bis zur Abi-Prüfung – nicht der Wahrheit entspricht, bewiesen die Zahlen, die Schulleiter Michael Triebs in der voll besetzten Gutsscheune präsentierte: „Wir haben 130 Schüler nach dem vierten Halbjahr für das Abitur zulassen können. 123 von euch haben es dann geschafft, davon 13 mit einer Eins vor dem Komma. Ich finde, das ist ein respektables Ergebnis.“

Einen Glückwunsch sandte Triebs auch an die Eltern, „die sich nun erleichtert freuen dürfen, dass ihr alle heute mit dem höchsten deutschen Schulabschluss die Schule verlassen werdet“. Etwas enttäuscht zeigte sich der Schulleiter vom Motto der Abiturienten, die sich auf „Adios Amigos“ geeinigt hatten. Den Slogan gab es bereits einmal an der KGS. Zutreffend sei das Motto allerdings, meinte Triebs, heiße es doch übersetzt „Auf Wiedersehen“ oder „Tschüss“.

Der Abschied von der Schule und den Lehrkräften sei ein Meilenstein im Leben der jungen Leute, so der Schulleiter. „Mein Ratschlag: Nutzt die bislang erworbene Bildung und macht mehr daraus.“ In einer hochtechnisierten, schnelllebigen Welt komme es darauf an, sich konstant weiterzubilden, „um eine Gesellschaft friedlich, sozial und wirtschaftlich sinnvoll gestalten zu können“, appellierte er an die Schulabgänger. „Eure Zeit ist begrenzt, verschwendet sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben“, zitierte er Apple-Gründer Steve Jobs. „Seid entschlossen und entscheidet euch für Dinge, die euch reizen. Richtet euch nach eurem Herzen und seid selbstbewusst“, machte Triebs den Abiturienten Mut für den weiteren Lebensweg.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Klomburg stellte einer schlechten Nachricht – „das Lernen hört nicht auf“ – eine gute zur Seite: „Meistens zahlt es sich aus.“

Michel Spiro und die Jahrgangsbeste Lara Eusterhues ließen mit ihrer Abi-Rede die vergangenen zwei Schuljahre auf humorvolle Weise Revue passieren. „Ab heute können wir sagen, wir haben zwölf Jahre Schule überlebt“, freuten sie sich über das gemeinsam erreichte Etappenziel.

Im Rahmen der Zeugnisausgabe an die 123 Schulabgänger wurden einige der Abiturienten für herausragende Leistungen in bestimmten Fächern gelobt. Gabi Feld, die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins der Schule, ehrte anschließend die Jahrgangsbeste Lara Eusterhues und Brian Boland für ihre schulischen beziehungsweise ehrenamtlichen Leistungen. Brian Boland hatte sich seit vier Jahren in der Schulsanitätsdienst-AG engagiert und seit drei Jahren die AG selbstständig geleitet.

Die Elftklässlerinnen Kim Baller und Sidney Bothmer moderierten gekonnt durch den Vormittag. Stürmischen Applaus erntete die vierköpfige Abi-Band, die zwischen den Wortbeiträgen mit coolen Sonnenbrillen und Stücken von Oasis, Texas Lightning und den Ärzten unterhielten. Den Schlusspunkt einer kurzweiligen Veranstaltung setzten die Musiker mit ihrem Reim zur eigenen Schullaufbahn: „Viel gelernt und alles vergessen. Adios Amigos – das Leben geht los.“

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