Achtes Sommerfestival Stuhr: In Gedenken an den Initiator Helmut Frank

„I Am Sailing“ – Emotionaler Abschied mit Lichtsticks

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Für die Musiker und Weggefährten ist es eine Ehre, sich mit dem Lied „I Am Sailing“ von Helmut Frank zu verabschieden.

Varrel - Von Rainer Jysch. „What time is it?“. Immer wieder stellte Frontmann Thomas Heinen am Samstagabend diese Frage in der Varreler Gutsscheune. „Bosstime!“ schallte die Antwort wie aus einer Kehle zurück. Damit war klar, dass Europas gefragteste Bruce-Springsteen-Tribute-Band auf der Bühne stand.

Zuvor hatte Detlef Gödicke, Schwiegersohn des vor einer guten Woche plötzlich verstorbenen Festival-Initiators Helmut Frank, die Gäste begrüßt, so wie es der Unternehmer sicherlich selbst getan hätte: „Liebe Leute aus Stuhr und umzu“. Er bat er die Gäste um eine Schweigeminute. Danach  brandete tosender Applaus auf, als Dank und Anerkennung dessen, was Frank über Jahre hinweg geleistet hatte. Sein Konterfei hing überlebensgroß neben der Bühne.„Scheut euch keine Sekunde, trotz aller Trauer, mit den Musikern zu feiern, und schenkt ihm das, was er so geliebt hat: Einen geilen Abend“, wünschte sich Gödicke für seinen Schwiegervater. Die siebenköpfige Band „Bosstime“ trug von Anfang an dazu bei. Mit ihrem Motto „Rock meets Classic“, brachten sie sofort Stimmung in die Gutsscheune und die Gäste in dem kleinen Zeltdorf davor auf Touren. Dicht gedrängt standen alte und neue Bruce-Springsteen-Fans und lauschten den Songs von „Bosstime“. Nicht zuletzt durch die Stimme von Thomas Heinen (46) klangen alle Stücke sehr dicht am Original. Auch Ehefrau Vera Anna Heinen hatte an der Akustikgitarre und mit Gesang ihren Anteil am Erfolg des Auftritts. „Glory Days“ und „Born In The U.S.A.“, der patriotische Song von Bruce Springsteen durften natürlich nicht fehlen. So ziemlich alle großen Hits des Amerikaners brachte „Bosstime“ auf die Bühne, darunter die fetzigen, aber auch die ruhigen Stücke. Da war für jeden etwas dabei, auch zum Mitsingen.

Sommerfestival in Stuhr - Abschied von Helmut Frank

Die Pause zum Umbauen der Bühne nutzten die Organisatoren wie bereits am Vortag, um wertvolle Preise zu verlosen. Glücksfee Natascha zog aus den Abschnitte der Eintrittskarten acht Preise, darunter eine Reise nach Madrid.

Die Besucher auf dem Stuhrer Sommerfestival

Anschließend betrat Ray Wilson mit seiner siebenköpfigen Band die Bühne. Wilson war seit 1997 Mitglied der Erfolgsgruppe „Genesis“ und ersetzte damals Phil Collins als Sänger. Die schon wohl temperierte Gutsscheune füllte sich erneut mit gut gemachter Rock- und Popmusik unter dem Motto „Genesis Classic“.

Wilson zeigte Bühnenpräsenz, während seine vielseitigen Instrumentalisten hinter ihm saubere Beats ablieferten. Professionell und unaufgeregt sang der Schotte die Lieder, die nicht zuletzt Phil Collins Solokarriere ermöglicht hatten. „No Son Of Mine“, „That's All“, „Another Day In Paradise“ und „Another Cup Of Coffee“ erklangen in lockerer Folge während des rund zweistündigen Auftritts von Ray Wilson & Co. Nach einer Zugabe und dem obligatorischen Schlusslied vieler Bands „Knocking On Heavens Door“ übernahm Detlef Gödicke die Aufgabe, den Abend zu beschließen. „I Am Sailing“, das Erfolgslied von Helmut Frank Lieblingssänger Rod Stewart, erklang von allen Künstlern de „geilen Abends“ auf der Bühne. Das Publikum stimmte, bunte Knicklichter über den Köpfen schwenkend, in Gedenken an Helmut Frank mit ein. Dem Mäzen und Förderer von zahlreichen Talenten wie auch Mirjana Uhde aus Stuhr hätte sicherlich auch der Freitagabend gefallen. Die Bon-Jovi-Cover-Band „Bounce“ hatte das Publikum schnell auf ihrer Seite. Die Fans hörten ein breites Spektrum vom kraftvollen „It`s My Life“ über „Lay Your Hands On Me“ bis zum gefühlsvollen Lied „Bed Of Roses“. Dabei sangen sie lautstark mit. Das letzte Lied, „Raise Your Hands“, war ein guter Abschluss, da der Sänger Oliver Henrich jeden dazu brachte, seine Arme zu heben.

Sommerfestival in Stuhr - Band "Bounce"

Auch die Band „Nu Addition“ mit den Sängern Nathalie Dorra und Ole Feddersen, die Udo Lindenberg regelmäßig begleiten, begeisterten mit Coverstücken und einem eigenen Lied das Publikum. Der Aufforderung „Let`s Dance“ folgten schließlich die Zuhörer. „Mir hat auch dieser Auftritt sehr gefallen“, sagte Lynn Schriefer aus Stuhr.

Sommerfestival in Stuhr - Band "Nu Addition"

Ein Halbmarathon rundete gestern das achte Sommerfestival ab. Den Startschuss dazu gab am Morgen Ex-Nationalspieler und Werder-Legende Max Lorenz.

Sommerfestival in Stuhr am Samstag

Halbmarathon beim Sommerfestival in Stuhr

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