Ab Freitag wieder Normalbetrieb

Abenteuerland in Stuhr-Varrel: Spielgeräte jetzt auch draußen

Bungeetrampolin und Schaum aus der Vogelperspektive
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Nach dem Bungeetrampolin in den Schaum.

Für die Betreiber des Bremer Abenteuerlands am Luxemburger Weg in Varrel endet eine lange Durststrecke. Nachdem sie zu Pfingsten bereits ihre neue Außenanlage geöffnet hatten, geht am Freitag auch der Indoorpark in den Normalbetrieb. Die Spielfläche hat sich auf insgesamt 4 500 Quadratmeter erweitert.

Varrel – Tina Schmidt und Harry Wegener, die Betreiber des Bremer Abenteuerlands am Luxemburger Weg in Varrel, sehen Licht am Ende des Tunnels. Das hängt zum Einen damit zusammen, dass sie durch zwei neue Hallentore nach draußen blicken können, wo nach der langen Regenzeit endlich mal wieder die Sonne scheint; zum Anderen aber auch damit, was draußen zu sehen ist:

ein neu gestaltetes Außengelände, das ihr Geschäft in Zeiten von Corona wieder ankurbelt. Darüber hinaus steht seit gestern fest: Ab kommenden Freitag, 4. Juni, geht auch der Indoor-Spielepark wieder in den Normalbetrieb. Draußen und drinnen ist dann täglich für alle geöffnet.

Nachdem das Abenteuerland ab November komplett geschlossen hatte, können sich die Kinder seit Pfingsten im Außenbereich auf diversen Hüpfburgen austoben. Derweil schauen ihre erwachsenen Begleiter an Bierzeltgarnituren oder im Strandkorb dem bunten Treiben entspannt zu oder klönen miteinander. „Oder sie picknicken“, sagt Wegener. „Bei uns ist es ja noch erlaubt, seine eigene Verpflegung mitzubringen.“

Geöffnet ist die Außenanlage an Schultagen von 14 bis 19 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 19 Uhr. Diese Zeiten gelten ab Freitag auch für drinnen. Bis dahin dürfen Familien den Innenraum weiterhin stundenweise mieten. „Das haben wir uns vom Delmebad abgeguckt. Dadurch, dass Kinder unter 14 Jahren, Geimpfte und Genesene nicht mehr zählten, konnten wir zuletzt auch innen mehr Besucher begrüßen“, sagt Wegener und fügt hinzu: „Wir bekommen viele Anfragen von Oma und Opa, die schon geimpft sind und mit den Enkeln endlich wieder Zeit verbringen dürfen.“ Ansonsten handele es sich bei den Gästen zurzeit überwiegend um Stammkunden, die das Abenteuerland in den vergangenen Monaten vermisst hätten. Es sei schon vorgekommen, dass sich Familien erst draußen aufgehalten und dann eine Stunde drinnen gebucht hätten.

20 neue Attraktionen

Von dem Andrang zu Pfingsten waren Tina Schmidt und Harry Wegener begeistert. „So etwas kennen wir ja gar nicht. Wenn das Wetter gut ist, bleibt unsere Hauptkundschaft weg“, stellt Wegener fest. „Wer will dann schon in der Halle spielen? Bei 38 Grad gehen die Leute ins Freibad.“ Eigentlich. Denn mit dem Außengelände sehe das nun anders aus.

Im Sommer bleiben die Tore auf, damit die Kinder drinnen und draußen spielen können. Der grüne Bodenbelag in der Halle und der auf dem Außengelände verlegte Kunstrasen vermitteln den Eindruck, dass es sich um eine zusammenhängende Spielfläche handelt. „Die Kinder laufen mit Socken raus und tragen keinen Dreck rein“, nennt Wegener einen großen Vorteil. Insgesamt können die Sprösslinge jetzt auf 4500 Quadratmetern herumtollen, wobei die vielen Kletterspielgeräte auf mehreren Ebenen funktionieren.

Insgesamt stehen den Kindern drinnen und draußen 20 neue Attraktionen zur Verfügung, darunter viele Hüpfburgen mit Wasserspielen auf dem Außengelände. Der Renner ist laut Wegener der Propeller, eine aufblasbare Rutsche in Form eines nostalgischen Flugzeugs. „Der eignet sich ideal zum Bauchrutschen, mit Schaum aus der Kanone flutscht es gleich noch besser.“ Die Schaumkanone könne aber überall woanders auch zum Einsatz kommen. Die Bungee-Anlage mit drei Trampolinen ist ebenfalls neu. Dekoriert ist die Außenanlage mit Figuren anderer Fahrgeschäfte der Schaustellerfamilie, etwa von der Achterbahn „Tom, der Tiger“. Wer abends über den neu gezogenen Zaun auf das Gelände klettern und für lau spielen möchte, kann sich den Aufwand sparen: „Da lassen wir überall die Luft raus“, sagt Wegener.

Maskottchen Bremolino freut sich auf dem Außengelände auf Besucher.

In der Halle hat der „Feuervulkan“ eine große Rutsche bekommen, während an anderer Stelle die Speedrutsche für einen kurzen Moment den freien Fall erlaubt. Beim Spiel „Red Heroes, Fire Rescue“ kann man Brände auf dem Bildschirm mit echtem Wasser löschen, eine neue Multifunktionsarena wartet mit Bällebad und Kletterwand auf.

Kinder entscheiden über das Angebot

Hier und da haben die Spielgeräte neue Bezüge oder Treppen erhalten. Der Spidertower mit Rutsche stammt auch erst aus dem vergangenen Jahr. „Wir tauschen die Geräte ohnehin alle zwei Monate durch. Die Kinder entscheiden, was gerade angesagt ist oder nicht gefällt“, sagt Wegener. Deshalb nehme er seinen eigenen Nachwuchs auch immer mit auf Spielemessen.

Laut Wegener ist die Halle komplett neu isoliert. Sie hat eine neue Heizung bekommen, und die Toiletten sind renoviert. Die neuen Tore zum Außengelände sorgen dafür, dass im Halleninnern gut durchgelüftet wird. Weil das in der kälteren Jahreszeit keine Option ist, hat das Paar zusätzlich in eine große Lüftungsanlage investiert. „Damit lässt sich der gesamte Luftraum im Gebäude innerhalb von 30 Minuten austauschen“, sagt Wegener. Früher sei das über das Öffnen der Klappfenster passiert. Doch dies habe dazu geführt, dass einigen Besucher zu kalt geworden sei. Der Clou laut Wegener: „Mit der eingepusteten Frischluft kommt ein unsichtbarer, antibakterieller Nebel aus der Anlage. Alle Geräte werden desinfiziert.“ Für draußen haben die Betreiber eine Musikanlage angeschafft. „Darüber geben wir zwischendurch die Sicherheitsanweisungen in Sachen Corona bekannt.“

Pandemiebedingt sind Ein- und Ausgang im Einbahnstraßensystem angelegt, eine Hygienestation mit Desinfektionsmittel und Kontaktbögen zwecks Nachverfolgung der Besucher inklusive.

Durch neue Hallentore gelangen die Gäste auf die Außenfläche.

„Das alles ist nur möglich, weil wir eine gute Bank haben. Wir haben gute Finanzierungsdarlehen bekommen“, sagt Wegener. Von der Politik hingegen ist er enttäuscht. „Da sind wir nicht weitergekommen.“

Die Betreiber freuen sich darauf, dass bald wieder Geburtstagsfeiern erlaubt sind. Schließlich verkraftet das Abenteuerland bis zu 30 kleine Gesellschaften. Dann hätte auch Maskottchen Bremolino wieder mehr zu tun, das bei solchen Gelegenheiten gerne für Fotos posiert.

„Vor Corona hatten wir 16 Jahre nicht geschlossen, mit Ausnahme des ersten und zweiten Weihnachtsfeiertags“, sagt Wegener. „Als Schausteller kennt man ja gute und schlechte Zeiten, aber so etwas? Die Karussells von meinem Großvater haben sich selbst im Krieg noch gedreht.“

Information

Wer sich über die Angebote des Bremer Abenteuerlands informieren möchte, kann dies unter der Telefon 04221/32 34, im Internet unter www.bremer-abenteuerland.com oder unter

https://www.facebook.com/bremerabenteuerland/ tun.

Von Andreas Hapke

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