„A-cappella-Ensemble Lübeck“ bringt „Dreams“ ins Gotteshaus an der Stuhrer Landstraße

22 Sänger lassen Gänsehautgefühl aufkommen

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Die 22 Sänger aus Lübeck begeistern das Publikum in der St.-Pankratius-Kirche.

Stuhr - Von Angelika Kratz. Voll auf ihre Kosten ist die kleine Fangemeinde der regelmäßigen Abendmusik im Stuhrer Gotteshaus am Mittwochabend gekommen: Das „A-cappella-Ensemble Lübeck“ gastierte bereits zum zweiten Mal in der St.-Pankratius-Kirche. Der Chor unter Leitung von Hartmut Bethke hat sich besonders selten aufgeführten Werken verschrieben.

Wie bereits 2013 war auch jetzt Klaus Helbig von der Kirchengemeinde das Bindeglied zwischen Stuhr und Lübeck. „Er hatte damals die Katze im Sack gekauft, und obwohl er nun wusste, worauf er sich einlässt, hat er uns noch einmal eingeladen“, führte Chormitglied Torsten Barnewitz humorvoll durch das Programm.

Das „Kyrie Eleison“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750) bildete den stimmgewaltigen Auftakt des eineinhalbstündigen Konzerts. Ihm folgte der 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“ als Interpretation des niederländischen Komponisten Jan Pieterszoon Seelinck (1562-1621), der gleichzeitig Leitmotiv des gesamten Programms war. „Auch Unterschiede ergänzen sich“, erklärte Barnewitz das durchgängige Motto „Vertrauen in Gott, den Herrn“. Das Publikum ließ sich vom Wechsel der Komponisten von Hugo Distler (1908-1942) über Thomas Jennefelt (*1954) bis hin zu Friedrich Kiel (1821-1885) und Arthur Seymor Sullivan (1842-1900) begeistern.

Die sieben Männer und zwölf Frauen präsentierten eine beachtenswerte Bandbreite. Jedes einzelne Chormitglied wurde zum Solisten. Da wurde klanggewaltig und wunderbar dramatisch das Durcheinander von Jesus‘ Besuch bei den Krämern interpretiert und über die Kluft zwischen Arm und Reich geweint. Der Chor verstand es mit ständigem Wechsel der Sprachen, dem Tempo und der Stimmlage, den Bogen von Träumen über Angst und Vertrauen bin hin zu Problemen damaliger Zeiten und heutiger Ausbeutung von Arbeitern in Indien zu spannen. „Come on you wealthy“, die Warnung an die Reichen (Thomas Jennefelt), begann mit einem unheilvollen Summen aus den 22 Kehlen. Bis zur Gänsehaut bei de den Besuchern steigerte sich dieser Part. Einfach toll, für die meisten noch nie gehört und sicher unvergesslich.

Der dritte Programmpunkt widmete sich den Träumen, der Überschrift „Dreams“ des Konzerts. Anhaltender Applaus verlangte nach einer Zugabe, und Ernani Aguiar (*1949) brachte auch ohne Percussions ein wenig brasilianische Stimmung nach Stuhr.

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