2016 kommt es auf eine neue inhaltliche Ausrichtung an / Start von Projekten

MGH positioniert sich fürdie nächste Förderperiode

Bei der Besichtigung des MGH führt Leiterin Daniela Gräf (r.) die Besucher auch in die Kinderkrippe: (v.l.) Thomas Schaumlöffel, Angelika Hohenecker (beide Bürgerstiftung), Bürgermeister Niels Thomsen, Luzia Moldenhauer (SPD), Axel Knoerig, Volker Meyer (beide CDU) und Johann Demoliner (Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung).
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Bei der Besichtigung des MGH führt Leiterin Daniela Gräf (r.) die Besucher auch in die Kinderkrippe: (v.l.) Thomas Schaumlöffel, Angelika Hohenecker (beide Bürgerstiftung), Bürgermeister Niels Thomsen, Luzia Moldenhauer (SPD), Axel Knoerig, Volker Meyer (beide CDU) und Johann Demoliner (Vorstandsvorsitzender Bürgerstiftung).

Brinkum - Von Andreas Hapke. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Brinkum muss sich Gedanken um seine inhaltliche Ausrichtung machen. Dies hat CDU-Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig gestern als Voraussetzung für eine staatliche Förderung der Einrichtung ab 2016 genannt. Die Finanzierung für das kommende Jahr ist gesichert (wir berichteten).

Demnach kann das MGH 2015 wieder einen Zuschuss des Bundes von 30000 Euro einplanen. Da auch die Zusage der Gemeinde über eine Förderung von 5000 Euro vorliegt, fehlt nur noch der Zuweisungsbescheid des Landes. Von dort sollen aber ebenfalls wieder 5000 Euro fließen. „Das Land muss immer erst abwarten, bis der Bund sein Okay gegeben hat“, begründete MGH-Leiterin Daniela Gräf die Verzögerung. Dem MGH stehen damit 40000 Euro zur Verfügung – ein Betrag, der inzwischen „nur noch“ 12,5 Prozent der Ausgaben von 300000 Euro abdeckt.

Laut Knoerig stehen in Niedersachsen für die ab 2016 beginnende Förderperiode der Europäischen Union insgesamt nur noch 2,5 Milliarden Euro und damit 500Millionen Euro weniger als bisher zur Verfügung. Dafür will sich das MGH positionieren. Inklusion und Beschäftigungspolitik nannte Gräf als Beispiele für neue Schwerpunkte. Gräf denkt an eine Kooperation mit dem Job-Center: „Es könnte in unserem Hause Veranstaltungen anbieten.“ Letztendlich würden bereits jetzt sämtliche im MGH laufenden Sprachkurse, speziell die für Frauen mit Migrationshintergrund, einer Integration in den Arbeitsmarkt dienen.

In diesem Punkt komme durch die Zuwanderungswelle aus Syrien vielleicht eine neue Herausforderung auf das Haus zu, mutmaßte CDU-Landtagsabgeordneter Volker Meyer.

In Sachen Demenz, von Knoerig als eines der wichtigen Zukunftsthemen auch für MGHs ins Spiel gebracht, setzt Gräf ebenfalls auf Vernetzung: „Wir werden die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Institutionen erweitern.“

Einen Kooperationvertrag strebt das MGH auch mit der Brinkumer Grundschule an. Laut Gräf geben Ehrenamtliche der Einrichtung schon jetzt in der Schule Hausaufgabenbetreuung.

Thomas Schaumlöffel, geschäftsführender Vorstand der Bürgerstiftung als Trägerin des MGH, kündigte für die Zeit nach den Sommerferien ein Coaching für Jugendliche an, die ihre Ausbildung abbrechen. „Warum ist das so?“ – dieser Frage soll ein Experte auf den Grund gehen.

Dass ein Zuschuss von insgesamt 12,5 Prozent zur Kostendeckung „nicht so viel ist“, stellte Bürgermeister Niels Thomsen fest. Die dauerhafte Finanzierung des Hauses, speziell dessen Erhalt am Standort Brinkum, bezeichnete er als „große Herausforderung“. Er würde sich freuen, wenn „sich noch mehr Leute finanziell einbringen“. Laut Schaumlöffel denkt die Bürgerstiftung darüber nach, über einen Beirat Geld einzuwerben. Immer wieder fallen auch Arbeiten an der Bausubstanz an, bald schon der Umbau der Küche für rund 35000 Euro – laut Gräf wegen Brandschutz- und Umweltschutzauflagen.

„Irgendwann“, sagte Knoerig, „sollen sich die MGHs selbst tragen.“ Doch zunächst sei von Kontinuität in der Förderung auszugehen. Wie die aussieht, soll ein für 2017/2018 geplanter Gesetzentwurf regeln. Abgesehen davon gebe es „immer neue Dienste und Möglichkeiten einer Förderung“. Das MGH könne weiter auf den Bundesfreiwilligendienst zurückgreifen – die Beschäftigung von „Bufdi“ Maren Backhaus läuft aus – oder für einige Angebote Zuschüsse des Bildungs- und Teilhabepakets abgreifen. Als Antragsteller müssten aber die Eltern auftreten, sagte Luzia Moldenhauer (SPD).

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