Fast das ganze Dorf feiert beim Heiligenfelder Erntefest mit

Strandnixen und Ritter

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Kreiszeitung Syke

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Blumen, dicke Kürbisse, viel Mais, Stroh und andere herbstliche Motive säumen die Straßen, die Vorgärten sind ähnlich geschmückt: Praktisch das ganze Dorf feierte gestern in Heiligenfelde gemeinsam das Erntefest.

Da der aus 15 mit viel Liebe geschmückten Erntewagen bestehend Umzug durch fast alle Straßen des Dorfs führte, fühlten sich auch die Anwohner veranlasst, ihre Gärten zu schmücken. Einige nutzten den Anlass, um im eignen Garten Bänke und Tische aufzustellen und gemeinsam mit den Nachbarn Erntefest zu feiern.

Auf seinem Weg zum Dorfgemeinschaftshaus hatte der Zug bei Familie Seedorf in Hillersen die stattliche Erntekrone aufgeladen.

Die meisten Festwagen hatten Nachbarschaften gemeinsam geschmückt. Die „Steinheide“ hatte zur Erinnerung an den Sommer ihren Wagen mit Badeutensilien und einer ruhenden Strandnixe geschmückt. Die Dorfjugend aus Sudwalde hatte den Anhänger zu einer Ritterburg umfunktioniert und sich selbst als edle Ritter verkleidet.

Mit zahlreichen bunten Schmetterlingen und Blüten hatten die Nachbarn der Königstraße ihren Festwagen dekoriert. Walter Otersen hatte seinen alten Deutz D 25 vorgespannt, der noch mit einem SY-Kennzeichen fährt. Sein Besitzer scheint den Hinweis auf einem Blechschild am Motor befolgt zu haben: „Achten Sie darauf, den Kraftstoff vor dem Befüllen durch ein grobes Tuch oder einen Filzhut zu filtern“. – So wird aus einem Traktor ein  Oldtimer.

Auch der Fendt von Johann Weber trägt noch das alte SY-Kennzeichen. Er hatte sich mit diesem betagten, aber sehr gepflegten Fahrzeug schon vor einer Woche am Henstedter Festumzug beteiligt.

Nach der Ankunft am DGH, als die Festwagen hinter der Halle geparkt waren, betrachteten die Besucher aufmerksam die Erntewagen. Drüben in der Halle begrüßte Ralf Seedorf die Gäste und übergab das Mikrofon dann Ann-Kathrin und Felix Seedorf, die eine Erntegeschichte vortrugen. Anschließend betraten Mädchen und Jungen der „Astrid-Lindgren“-Grundschule die Bühne, trugen Gedichte vor und sangen Lieder.

Viele Zuschauer verfolgten in der Nachmittagssonne das „Dorfduell“, bei dem Straßen-Teams unter anderem Fahrradreifen um Pfeiler werfen mussten.

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