Einige Mitglieder des Ristedter Flugsportclubs gehören dem Projekt „Akaflieg“ der Universität Bremen an / In Braunschweig abgeräumt

Stieglitz-Piloten steuern Modellflieger ohne jeden Sichtkontakt

Zeigen ihre erfolgreichen Modelle (v.l.): Heinrich Warmers mit der Lerche 400, William Thielicke mit einem Tricopter, Klaus-Peter Neitzke mit der Lerche 500 und Peter Galke.

Ristedt - (bt) · Mehrere Mitglieder im Flugsportclub Stieglitz gehören dem Team der von Professor Heinrich Warmers geleiteten „Akaflieg“ der Hochschule Bremen an. In dieser Gruppe wird Flugmodellsport wissenschaftlich begleitet und fortentwickelt.

Dabei entstanden bereits zahlreiche „autonome“ Flugmodelle, die mit bordeigener Kamera ihre Position auf einen Monitor senden und dann ohne Sichtkontakt vom Schreibtisch aus oder über GPS gelenkt werden können.

Diese kleinen Fluggeräte sind nicht nur im Modellsport einsetzbar. Mit ihrer Hilfe kann man mögliche Risse an hohen Türmen erkennen oder unwegsames Gelände absuchen. Jüngst beteiligten sich die Ristedter Tüftler an der „International Micro Air Vehicle Conference and Flight Competition (IMAV)“, die in Braunschweig und in Wilsche bei Gifhorn veranstaltet wurde. Bei diesen Wettbewerben für Mikroflugzeuge und Flugroboter präsentierten Dr. Klaus-Peter Neitzke und William Thielicke ihre Neuentwicklungen. Thielicke, der sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand im Bereich der Bionik mit der Aerodynamik des Schlagflugs der Vögel beschäftigt, siegte mit seinen Tricoptern in vier Wettbewerben.

Mit seinem „Shrediquette“ gewann er in der Braunschweiger Volkswagenhalle die Wettbewerbe „Flight Dynamics-Rotary Wing“ und „Flight Dynamics-Competition“. Mit einem Tricopter gelangen ihm die gleichen Erfolge auf dem Segelfluggelände in Wilsche. Auch hier hatte der Pilot keinen Sichtkontakt zu seinem Fluggerät. Neitzke erreichte mit einem „MAV kpn-nano-Quadrocopter“ im Hallen-Wettbewerb der Kategorie „Fixed Wing“ einen dritten Platz und bei den Außen-Wettbewerben mit einer Lerche 400 einen zweiten. Mit einer Lerche 500 wurde er Dritter.

Heinrich Warmers hob hervor, dass die Piloten Fluggeräte und Software in ihrer Freizeit entwickelten und sich gegenüber internationaler Konkurrenz anderer Universitäten behaupteten. „Wir spielen in dieser Liga vorne mit“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Peter Galke. „Durch die Akaflieg entwickelt sich Bremen zu einem führenden Zentrum für Mikrofluggeräte“, freute sich Warmers.

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