Aktion in der Syker Kernstadt / Rundbogen aus Ziegelsteinen ein bauliches Kunstwerk / Vor 1873 erbaut

Spurensucher im alten Eisenbahntunnel

Traute Dittmann und Ulrich Dannemann im Eisenbahntunnel.Fotos (2): Niederheide

Syke - (nie) Zu einem Fall für die Spurensucher des Niedersächsischen Heimatbunds wird der alte Eisenbahntunnel in der Nähe des Sportplatzes an der Ferdinand-Salfer-Straße. Ein architektonisches Baukunstwerk, zum Teil aus Ziegelsteinen errichtet.

Für die Spurensucher Traute Dittmann und Ulrich Dannemann ein imposantes, nachhaltiges Bauwerk. Besonders beeindruckt waren beide davon, dass es den damaligen Baumeistern gelang, die Rundbögen von der Statik her so sauber zu  bauen.

Der Tunnel ist Bestandteil der Eisenbahnlinie, die ab 1873 Bremen mit dem Ruhrgebiet verband und deren Dampfloks auch Syke  passierten. Heute muss das alte Tunnelbauwerk Tag für Tag dem Druck von 220 Personenzügen sowie Güterwaggons standhalten. Bislang schadlos. Nur hier und da wächst zwischen den Ritzen der Ziegelsteine das Schöllkraut.

Dannemann ist im Kreisheimatbund Diepholz mit Joachim Kroll zuständig für die Aktion Spurensuche im Landkreis.

Für den Heiligenfelder gehört der Syker Tunnel als eine von Menschenhand geschaffene historische Kulturlandschaft in die zentrale Datenbank des Niedersächsischen Heimatbunds.

Zunächst gilt es, den Tunnel schriftlich und fotografisch zu erfassen. Er ist allerdings nur ein Objekt, das von den Spurensuchern in der Syker Kernstadt gesammelt und nach Hannover gemeldet wird.

Traute Dittmann, die sich als Spurensucherin in Syke engagiert, ahnt schon: „Wir haben noch ein gewaltiges Stück Arbeit vor uns.“

Es geht bei der Aktion um die Erfassung von Menschenhand geschaffener historischer Dinge. Sie sind Zeugnisse vom Umgang früherer Generationen mit Natur und Landschaft.

Davon haben Spurensucher wie Dittmann, Kroll und Dannemann in Syke schon einige ins Auge  gefasst.

Dazu gehören unter anderem der eiserne Holzschuhabstreifer (in der Region kaum noch zu sehen) vor dem ehemaligen Haus Vehring an der Bahnhofstraße, das Hoheitszeichen (Relief) mit der Krone von Georg dem Anderen am Mühlendamm, die Überbleibsel der ehemaligen Wassermühle und Loh-Mühle am Mühlendamm, die Wolfsschlucht, die Spitzahornallee Schorlingskamp sowie die Kopfsteinstrecken am Bahnhof und am Freibad.

Für den Bereich der Kernstadt wünscht sich Dannemann noch weitere engagierte Spurensucher. Immerhin gebe es in Syke einige markante Objekte.

In Ortschaften wie Henstedt, Wachendorf und Okel sind Spurensucher schon seit längerer Zeit mit Erfolg unterwegs. Es wurde schon eine Reihe von Objekten nach Hannover zur Datenbank  gemeldet.

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