Ferienkinder bei Bürgermeister Karl Meyer / Wasserspiele in der Stadt denkbar

Sprungturm wäre zu teuer

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Selbst gemaltes Bild für Bürgermeister Karl Meyer: Die Kinder der Ferienbetreuung löcherten gestern den Chef im Rathaus mit Fragen, unterstützt von den Betreuerinnen Alexandra Kunst, Karina Kramer und Maren Wessels. Rechts Susanne Knabe vom Familien-Servicebüro. ·

Twistringen - Von Theo Wilke„Warum haben wir auf dem Spielplatz auf dem Ornst keine Rutsche?“ wollte Jasper wissen. Der erstaunte Bürgermeister machte sich gleich eine Notiz. Auf die Frage von Piet, warum es in der Stadt keinen Wasserspielplatz gebe, antwortete Karl Meyer: „Wir werden das im Ausschuss besprechen.“ Es sei bereits an einen Standort an der Bahnhofstraße oder auch im Bereich des Marktplatzes gedacht. 14 Kinder der Ferienbetreuung löcherten gestern Morgen den Chef des Rathauses, erfuhren dabei viel Neues und einiges darüber, was ein Bürgermeister so alles macht.

Karl Meyer freute sich über den Besucher der jungen Mitbürger, die sich unter anderem sehr für Erinnerungsstücke, Bilder und Bücher im Büro des Bürgermeisters interessierten. Begleitet von ihren Betreuerinnen Alexandra Kunst, Maren Wessels und Karina Kramer, hatten die Kinder auch ein Geschenk mitgebracht, ein großes Gemeinschaftsbild mit zwölf verschiedenen Motiven, am ersten Tag der städtischen Sommerferienbetreuung im Jugendhaus gemalt. Meyer versprach, einen passenden Platz dafür im Rathaus zu finden.

Den Jungen und Mädchen fiel sofort ein eindrucksvolles Bild an der Wand hinter dem Schreibtisch auf. „Dies haben viele Patienten in der Twistringer Klinik gemalt. Das gibt es nur einmal auf der Welt“, betonte der Verwaltungschef und erzählte danach unter anderem die Hintergrundgeschichten zu einer der Stadt geschenkten Vase aus der französischen Partnerstadt Bonnétable und zu einem uralten Buntglasfenster mit Stadtwappen an einer Bürowand, vor Jahren im früheren Rathauskeller entdeckt und gerettet.

Auf die Frage „Wieviel Geld verdient ein Bürgermeister?“ meinte Karl Meyer schmunzelnd: „Ausreichend.“ Ein Bürgermeister kümmere sich beispielsweise um die ganz wichtige Feuerwehr, höre sich Sorgen der Bürger an, vertrete die Stadt Twistringen auch im Ausland, Ende September erneut in der litauischen Partnerstadt Kaisiadorys. Auch der Terminkalender des Rathauschefs interessierte die Ferienkinder.

Alle drängten sich um das „Goldene Buch“ und stellten fest: „Das ist ja gar nicht golden.“ Karl Meyer zeigte seinen jungen Gästen, dass sich schon viele Persönlichkeiten in diesem Buch der Stadt verewigt haben, eine chinesische Vertretung sogar in der eigenen Schrift. Begeistert sahen sich die Kinder die fremden Schriftzeichen an.

Jasper, der wie andere Kinder mal auf dem Bürgermeisterstuhl sitzen durfte, würde als „Chef“ gerne eine Spiel- und Spaßhalle bauen und das SCT-Vereinsheim „ein bisschen vergrößern“ lassen. Andere wünschten sich Wasserspiele in Twistringen. „Warum gibt es im Freibad keinen Sprungturm?“ kam die nächste Frage. Karl Meyer erklärte: Einen Sprungturm für den Schwimmpark könne sich die Stadt nicht leisten, der würde mehr als eine Million Euro kosten. Schließlich habe das Freibad aber eine prima Rutsche.

Heute steht zum Abschluss der Ferienbetreuung noch ein Erlebnistag auf dem Bauernhof Rasche an.

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