Logopädin Eva Loschky: Spritzige Ersatzreferentin vor 400 Frauen in der Sparkasse

Souveräne Stimme vermitteln

Vor fast 400 Besucherinnen war die Bühne in der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz am Dienstagabend frei für Kommunikationstrainerin Eva Loschky.
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Vor fast 400 Besucherinnen war die Bühne in der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz am Dienstagabend frei für Kommunikationstrainerin Eva Loschky.

Diepholz - Viren, welche Viren? Die waren schnell vergessen – sowohl die angekündigten der durch Krankheit ausgefallenen Referentin Professor Dr. Elisabeth Heinemann (Vortragsthema: „Wenn die Maus ´nen Virus klickt“), als auch die echten, die sie lahm legten für die Vortragsreihe „Frau im Gespräch“ der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz am Dienstagabend.

Ersatzreferentin für die knapp 400 Frauen in der voll besetzten Kundenhalle war Stimmexpertin, Vortragsrednerin, Trainerin, Coach und Autorin mit klassischer Gesangs- und Schauspielausbildung: Logopädin Eva Loschky aus Schwielowsee.

Als „interaktiv“ stellte Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzender Ralf Finke die kurzfristig eingesprungene Referentin vor.

Damit sollte er Recht behalten, auch mit dem Schwerpunkt „aktiv“. Schnell holte die spritzige, selbstbewusste Rednerin mit ihrem sportlichen Esprit und den wachen Augen ihr Publikum ab. Ihre Botschaft: „Was Sie bewegt, ist es wert, dass die Welt es hört, aber wie Sie das sagen, entscheidet, wie es ankommt“.

Gar nicht so leicht, zeigten viele fragende Gesichter im Publikum zu diesem Zeitpunkt, doch den Knoten schlug Eva Loschky im Verlauf ihres Gruppen-Coachings durch.

Nicht umsonst war ihr Buch „Gut klingen – gut ankommen“ auf die Liste der Bestseller gerutscht, musste sich Loschky in Talkshows Fragen wie: „Sie verkaufen also mit Stimme und Körper auch eine Lüge als Wahrheit?“, gefallen lassen.

„Eine berechtigte investigative Frage, aber mein Anliegen ist, Ihnen eine souveräne Stimme zu vermitteln auch unter Druck und Stress“, die Beteuerung der Referentin.

Die als Einstieg parodierten Stimmmissbrauch-Beispiele wie ständiges Räuspern, Piepsstimme ohne Punkt und Komma oder mit dem allseits bekannten Füllwort „mh“ nach jeder Silbe verdeutlichten unterbewusst gemachte Sprachfehler spielerisch.

Das „Wie“ symbolisiert Körpersprache, Stimme, Sprechweise und das „Was“ die Botschaft, die klaren Worte. Beides gekoppelt, öffne Herzen und Ohren beim ersten Zusammentreffen.

Dabei lernten die begeisterten Zuhörerinnen auf lebendige Weise von den Gorillas. Denn die bereiten sich viel gezielter auf Kommunikationssituationen vor, als Gesprächspartner es normalerweise tun.

„Das machen die Gorillas körperlich, stimmlich, energetisch – und dies rechtzeitig, effektiv und effizient“, erläuterte und demonstrierte die Referentin körperlich mit ihrem Publikum zusammen.

Die Fachfrau lüftete anatomische Phänomene des unter Stress häufig beobachteten „Dichtmachens, Zumachens“, der Anspannung, die quasi das körpereigene „Tonstudio“ aus Lunge und Mund hemmt.

400 Damen übten dagegen Lockerung des Beckenbodens, festen Stand mit gebeugten Knien wie die Gorillas, den Vers „Herr von Hagen, welchen Kragen, haben sie getragen, als sie lagen…“. Stehen wie Gorillas ermögliche sicheren Stand, der Stress und Emotionen gelassen begegnet und der der Stimme freien Lauf ließe. „Wer keinen Zugang zu Stimme und Körper findet, bleibt glanzlos“, vermittelte Eva Loschky ihren Zuhörerinnen.

Ihre Tipps für Zuhause: Lautes Sprachtraining an unverfänglichen Orten, damit das richtige Sprechen mit offenem Mund, Ruhe, Pausen und Tonfall in schwierigen Situationen zur Verfügung steht, sinnstiftend wirkt und zu gegenseitigem Abrüsten in der Diskussion führt. · sbb

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