Gerda Lüdeke stellt Interessierten Sagenhaftes in und um Neubruchhausen vor

„Sonne pur und wunderbare Gäste“

Am Hallstedter Göpel berichtet Gästeführerin Gerda Lüdeke (l.) vom Brauchtum, Pfingstbäume zu pflanzen. ·
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Am Hallstedter Göpel berichtet Gästeführerin Gerda Lüdeke (l.) vom Brauchtum, Pfingstbäume zu pflanzen. ·

Neubruchhausen - „Sonne pur, tolle Stimmung und wunderbare Gäste.“ So fasst Gästeführerin Gerda Lüdeke voller Begeisterung die Fahrradtour kurz zusammen, die sie mit 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Pfingstsonnabend im Rahmen des Radwanderprogramms 2012 der Bassumer Gästeführer unternommen hat.

Die gut vorbereitete Tour führte vom Bassumer Rathaus aus über den Hallstedter Göpel, das „Erdmanns Grab“, über die Wegespinne „Siebenstern“ hin zum Restaurant „Zum Mühlenteich“, wo es Erdbeertorte und Kaffee gab.

31 Kilometer legten die Teilnehmer zurück. Am Ende gab es umgehend die ersten Anmeldungen für die nächste Tour.

Das Lied von Hänsel und Gretel stimmte die Gruppe auf der ersten Station am Hallstedter Göpel mit Backhaus an. „Das passt gut zum Thema Sagen und Märchen“, so Gerda Lüdeke, die den Göpel mit Birkenzweigen geschmückt hatte, um so auf den Brauch des „Pfingstbaumpflanzens“ hinzuweisen. Dabei verteilen junge unverheiratete Männer frische Birkenzweige an Haustüren, wo junge unverheiratete „Jungfrauen“ wohnen, um beide am nächsten Tag zu „begießen“. Jeweils im Schaltjahr, so auch in diesem Jahr, ist es in einigen Gemeinden genau umgekehrt.

Als nächstes Ziel erreichte die Gruppe das für Fremde schwer zu findende „Erdmanns Grab“. Es ist die einsame Grabstätte des genialen Neubruchhauser Forstmannes Erdmann, der 1892 alle kränkelnden Kiefern schlagen ließ, um Platz für verschiedene Baumarten zu schaffen. Sein erfolgreiches Experiment gilt noch heute als beispielhaft. Auf eigenen Wunsch ist Förster Erdmann in „seinem“ Wald im Jahre 1943 begraben worden. An der bekannten Weggabelung, an der insgesamt sieben Forstwege zusammenlaufen, von denen noch fünf sichtbar sind, erzählte die Gästeführerin die Sage vom „Siebenstern“. Die historische Nutzung ist nicht eindeutig geklärt. Ob zufällige oder gewollte Wegebündelung, Jagdstern oder Feuerbahnen zur Waldbrandbekämpfung, die Meinungen gehen stark auseinander.

Danach durchfuhren die 21 Radler den neueren Teil Neubruchhausens, das Martfelder Ende. Auch dazu gab es umfassende Informationen von Gästeführerin Gerda Lüdeke bevor man „Zum Mühlenteich“ zu Kaffee und Kuchen einkehrte.

Der Rückweg führte über den Wallgarten. An der Kirche vorbeifahrend fragte jemand: „Ist das hier die Friedhofskapelle?“ Ein anderer witzelte und meinte fragend, ob es sich wohl um ein Toilettenhaus handeln würde.

„Aus diesen Bemerkungen heraus habe ich der Gruppe versprochen, beim nächsten Mal etwas über die Schätze, die unsere Dreifaltigkeitskirche in ihren Mauern beherbergt, zu erzählen“, so die Gästeführerin. · bbk

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