Inhaberin Viviane Twietmeyer eröffnet am 11. Januar am Hoyaer Weg in Bockhop

Zweiradhandel „Kappel & Lange“ zieht um

„Insgesamt haben wir etwas mehr Platz als bisher“, freut sich Viviane Twietmeyer.
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„Insgesamt haben wir etwas mehr Platz als bisher“, freut sich Viviane Twietmeyer.

Borstel – „Der Firmenname bleibt, die Philosophie auch“, erklärt Viviane Twietmeyer, seit ziemlich genau einem Jahr Inhaberin des Zweiradhandels „Kappel & Lange“. Allein die Adresse der Firma ändert sich: Am Montag öffnet die 26-Jährige ihr Geschäft am neuen Standort im Borsteler Ortsteil Bockhop, am Hoyaer Weg 41a.

Der Umzug sei von langer Hand geplant gewesen, sagt Viviane Twietmeyer, die das auf dem Grundstück ihres ehemaligen Arbeitgebers angesiedelte Fahrradgeschäft mit Werkstattbetrieb im Januar 2020 übernommen hatte: „Er machte einfach Sinn – für beide Seiten.“ Räumliche Kapazitäten bot ihr Elternhaus. Den ehemaligen Wohnbereich ihres vor dreieinhalb Jahren verstorbenen Großvaters haben sie und ihre Familie mit umfangreichen Eigenleistungen zu einem 150 Quadratmeter großen Ausstellungsraum umgebaut, ein Nebengebäude wird künftig als Werkstatt genutzt. Viviane Twietmeyer: „Insgesamt haben wir etwas mehr Platz als bisher.“

Ihre Tätigkeit ist für sie Beruf und Berufung zugleich. Die Firma „Kappel & Lange“ hatte sie im Rahmen von Schulpraktika und Ferienjobs kennen- und schätzengelernt. Nach einem Berufsgrundbildungsjahr „Metallbau“ in der Berufsschule Nienburg absolvierte sie hier auch ihre Ausbildung als Zweiradmechatronikerin und war ab 2015 im Betrieb als Gesellin angestellt. Vor der Übernahme des Geschäfts hat sie ihre Ausbildereignungsprüfung erworben.

Die persönliche Beratung der Kunden ist für sie das A und O. Ihr Anspruch ist, gemeinsam mit ihnen herauszufinden, was sie wirklich möchten und brauchen. Dass die Stammkundschaft ihr im vergangenen Jahr Vertrauen entgegengebracht hat, ist für sie und ihre vierköpfige Belegschaft Bestätigung und Motivation. In diesem Jahr wird ein weiterer Mitarbeiter das Team verstärken.

Die Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hätten ihr Geschäft – entgegen aller Befürchtungen, die sie während des ersten Lockdowns gehabt habe – nicht negativ beeinflusst. Fahrradfahren liege offenbar gerade in diesen Zeiten im Trend. „Für uns war es im Grunde genommen ein gutes Jahr, in einigen Wochen waren wir mehr als ausgelastet“, sagt Twietmeyer.

In der Werkstatt: Zweiradmechatronikergeselle Marcel Wischhöfer.

Interessanterweise sei die Nachfrage nach „normalen“ Fahrrädern gestiegen: In den letzten Jahren hatte der Anteil an E-Bikes im Verkaufssektor rund 95 Prozent ausgemacht. „Wir haben uns darauf eingestellt und einige Jubiläumsmodelle der Firma Hartje geordert.“ Entsprechend der Kundenwünsche wird „Kappel & Lange“ künftig auch Mountainbikes vorrätig haben. Allein an E-Bikes stehen 35 Modelle zur Auswahl. „Wir hoffen, dass wir zeitnah beliefert werden“, sagt Viviane Twietmeyer. Sie hatte bereits im August geordert, doch einige Hersteller haben zurzeit Lieferengpässe.

Das Verkaufsgeschäft liegt während des Lockdowns ohnehin brach, den Werkstattbetrieb werden Viviane Twietmeyer und ihr Team am Montag aufnehmen – der hohe Qualitätsanspruch bleibe ebenso wie das Angebot des kostenlosen Hol- und Bringdienstes. Die ersten Kunden stehen schon in der „Warteschleife“, sagt Viviane Twietmeyer schmunzelnd. Die Werkstatt ist ab Montag, 11. Januar, unter der Telefonnummer 0 42 76 / 9 64 02 00 zu erreichen. Die offizielle Eröffnung wird aufgrund der aktuellen Situation verschoben.

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