Harberger Betrieb verabschiedet Mitarbeiter

Wilfried Plinke verlässt Tischlerei Wilkens nach mehr als 45 Jahren

Ein Ehepaar steht zusammen mit einer Frau vor einem Firmenschild.
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Einen Blumenstrauß zum Abschied gab es von Beatrix Wilkens (rechts) für den langjährigen Mitarbeiter Wilfried Plinke und seine Ehefrau Martina.

Harbergen – Am 31. Juli endet offiziell, nach mehr als 45 Jahren, die Tätigkeit von Wilfried Plinke beim Unternehmen „Wilkens – Fenster & Türen aus Holz“ in Harbergen: Er tritt seinen Ruhestand an.

Am 1. März 1976 habe er hier, noch unter dem alten Chef Heinz Wilkens, eine Lehre als Bau- und Möbeltischler begonnen, erinnert sich der 63-Jährige. Eigentlich habe er nach der Schule den Beruf des Bauzeichners lernen wollen, doch der Architekt, bei dem er seine Ausbildung beginnen wollte, habe ihn aufgefordert, zunächst ein Berufsgrundbildungsjahr zu absolvieren. Anschließend sei jedoch die angestrebte Ausbildungsstelle nicht mehr verfügbar gewesen – und so habe er, nach einem Jahr an der Berufsfachschule Technik, eine Stelle als Maschinenführer in der Molkerei im heimischen Wietzen angetreten. Dort habe Grete Wilkens Proben für ein Labor genommen, und über sie gelang der Kontakt zur Tischlerei.

In den ersten Jahren nach der bestandenen Gesellenprüfung 1978 habe man im Sommer Fenster und Haustüren gefertigt und im Winter Möbel und Zimmertüren. Nach der Betriebsübernahme durch Ralf Wilkens 1996 erfolgte die Ausrichtung auf die Türen- und Fensterfertigung, hier entwickelte sich Plinke zum Fachmann für Haustüren und Hebeschiebetüren.

Abschied vom „Problemlöser“

„Er ist unser ,Problemlöser‘“, sagt Beatrix Wilkens schmunzelnd. Viele Türen habe er begleitet vom Entwurf bis zur Fertigung, und gerade bei speziellen Wünschen der Kunden habe er oft Lösungen gefunden, die er zunächst in der eigenen Werkstatt zuhause gedrechselt habe. Diese Werkstatt werde auch künftig ein bevorzugter Aufenthaltsort sein, verrät der Ruheständler, „aber nur für Kleinkram – Hocker oder Nistkästen.“ Außerdem habe er nun mehr Zeit für seine vier Enkelkinder.

Plinke sei ein Macher, kein großer Redner, stellt die Chefin fest. Fehlen werde aber auch sein Pfeifen – man habe gemerkt, dass ihm die Arbeit wirklich Spaß macht. Aus dem Betrieb sei er bereits mit einer Planwagentour fröhlich verabschiedet worden, aber „wir haben das Glück, dass Wilfried uns noch stundenweise erhalten bleibt.“

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