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Waltraut und Heinz Wilkens in Staffhorst sind seit 60 Jahren verheiratet

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Seit 60 Jahren ein Ehepaar sind Waltraut und Heinz Wilkens.
Seit 60 Jahren ein Ehepaar sind Waltraut und Heinz Wilkens. © Kurth-Schumacher

Staffhorst – „Wir haben viel gearbeitet, wir haben eine nette Familie, wir haben ein wunderschönes Leben“, sagen Waltraut und Heinz Wilkens im Rückblick auf 60 gemeinsame Jahre. Dass sie „jung gefreit“ haben, haben sie bis heute nicht bereut. Ihr Erfolgsrezept: „Man muss gemeinsame Ziele setzen und in guten und schlechten Zeiten zusammenhalten.“

Kennengelernt haben sich die Eheleute 1961 auf dem Schützenfest in Affinghausen. „Beeindruckt hat mich zunächst sein riesengroßes Auto: ein ‚Opel Kapitän‘ “, erinnert sich die damals 16-Jährige Waltraut schmunzelnd an das erste Zusammentreffen mit ihrem Zukünftigen. Dass sie ihren Lebensweg gemeinsam gehen wollen, war schnell beschlossene Sache. Am 5. Mai 1962 besiegelten sie den Bund in Sulingen vor dem Standesamt – mit dem Segen der Kirche und dem Einverständnis der Brauteltern, die dem jungen Paar alle Unterstützung zukommen ließen.

Heinz Wilkens, geboren am 3. März 1935 in Staffhorst, war damals schon in der Tischlerei seines Vaters tätig. In dem Familienbetrieb, der damals schwerpunktmäßig Möbel herstellte, hatte er seine Ausbildung abgeschlossen. Im Jahr 1968 übernahm er die 1896 von seinen Großeltern gegründete Firma.

Waltraut Wilkens, geborene Cordes, stammt aus Nordsulingen. Die diamantene Braut wurde am 24. Januar 1945 geboren; nach der Volksschule absolvierte sie eine Friseurlehre im Salon Bertram (Sulingen). In den ersten Ehejahren wohnte sie mit Tochter Sabine zunächst bei ihren Eltern, erst nach der Geburt von Sohn Ralf im Jahr 1968 zog sie zu ihrem Heinz nach Staffhorst.

Das Engagement in den örtlichen Vereinen erleichterte ihr das schwierige „Ankommen“ auf dem Dorf. Im Sportverein Staffhorst war Waltraut Wilkens als Übungsleiterin tätig, über zehn Jahre war sie Vorsitzende des Vereins. Sie gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern und Aktiven der Theatersparte.

Der Ausbau der Firma war das gemeinsame Anliegen der Eheleute. Waltraut Wilkens unterstützte ihren Mann, wo sie konnte: Sie übernahm die Büroarbeiten, fuhr aber auch mit ihm auf die Baustellen, wenn beispielsweise beim Einsetzen von Fenstern „zwei rechte Hände“ fehlten.

1970 kauften die Eheleute die ehemalige Volksschule im Dorfzentrum, ihr Wohnzimmer war früher der Klassenraum, in dem Heinz Wilkens einst die Schulbank „gedrückt“ hatte. Heute wohnen sie in dem Gebäude mit Sohn Ralf und Schwiegertochter Trixi unter einem Dach. „Wir freuen uns über die harmonische Hausgemeinschaft“, betonen Heinz und Waltraut Wilkens.

Die Familie, zu der inzwischen sechs Enkel- und fünf Urenkelkinder gehören, hat bei ihnen einen hohen Stellenwert. Tochter Sabine lebt seit 30 Jahren in Michigan, auch zwei ihrer vier Enkel- und vier ihrer fünf Urenkelkinder sind in den USA zu Hause. Jährliche Besuche bei ihnen haben sie seit Corona ausgesetzt, aber auch in den letzten zwei Jahren pflegen sie, dank der neuen medialen Möglichkeiten, engen Kontakt.

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Die Firma hat Sohn Ralf 1996 übernommen und sie als spezialisiertes Unternehmen für Fenster- und Türenbau entwickelt. Waltraut und Heinz Wilkens unterstützen ihn und seine Ehefrau Trixi, indem sie nach wie vor Aufgaben wahrnehmen, betriebliche Entscheidungen trifft die Familie gemeinsam.

Seit ihrem offiziellen Eintritt in den „Ruhestand“ gönnen sie sich große und kleine Auszeiten in Form von Reisen, sportlichen Aktivitäten wie Walking und Fahrradfahren, Spaziergängen mit Haushund Zuma. Die diamantene Braut nimmt außerdem regelmäßig an Ausflügen der Landfrauen oder städtischen Fahrradtouren in Sulingen teil. Ob bei Dorffesten oder beim Abtanzball der Enkelin: Nach wie vor sind die Ehejubilare gern „mittendrin“.

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