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Vandalismus in Siedenburg: Serie geht weiter

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Aufbruchspuren finden sich an der Tür zum Kiosk des Freibades.
Aufbruchspuren finden sich an der Tür zum Kiosk des Freibades. © Privat

Nach Sportgelände und Grundschule ist das Freibad Ziel für Zerstörungswut

Siedenburg – Die Suche nach den unbekannten Tätern wird dringlicher: Erneut sind Sachbeschädigungen im Flecken gemeldet worden. Nach den Osterferien war die Grundschule am Speckenbach wiederholt Ziel sinnloser Zerstörungswut (wir berichteten). Jetzt haben die Täter im benachbarten Freibad randaliert; die Verlagerung ist möglicherweise der Tatsache geschuldet, dass die Samtgemeindeverwaltung Siedenburg angekündigt hatte, das Schulgrundstück per Video zu überwachen.

„In der Nacht vom 21. auf den 22. Mai sind mehrere Personen über den Zaun auf das Freibadgelände gelangt und haben verschiedene Objekte mit Feuer bearbeitet“, teilte Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens mit: „Betroffen ist die Tür zum Kiosk, das Netz des Fußballtors und der Prallschutz der Basketballanlage.“ Die Verwaltung hat Strafanzeige gestellt, das Freibad soll zukünftig ebenfalls per Videoüberwachung gesichert werden. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, setzt Rainer Ahrens persönlich eine Belohnung in Höhe von 1 .000 Euro aus.

Zur Erinnerung: Bereits im März hatten sich unbekannte Täter im Bereich der Schulstraße in Siedenburg „ausgetobt“: Sie beschmierten unter anderem Verkehrsschilder, Mülltonnen sowie Türen und Fenster des Freibadgebäudes. Auch damals hatte die Verwaltung Strafanzeige erstattet. Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens hatte die Einwohner zur Mitwirkung bei der Aufklärung der Fälle aufgerufen. Und damals bereits als Belohnung für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, 500 Euro zur Verfügung gestellt.

Durch Feuer beschädigt wurde der Prallschutz am Basketballkorb.
Durch Feuer beschädigt wurde der Prallschutz am Basketballkorb. © Rainer Ahrens

Bis Mitte Mai kehrte Ruhe ein. Doch dann war das Gelände der Grundschule am Speckenbach Ziel, was Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens besonders verärgerte: „In der Sandkiste wurden zerbrochene Alkoholflaschen vergraben – mit dem Hals nach unten und von außen nicht zu erkennen. Das ist perfide!“

Fünf Kubikmeter Sand wurden ausgetauscht, erneut stellte die Samtgemeinde Strafanzeige. Wie Ahrens seinerzeit berichtete, habe die Grundschule seit Sommer 2021 immer wieder „Besuch“ von ungebetenen Gästen. Eine Gruppe von zwölf- bis 14-jährigen Kindern konnte zwischenzeitlich „dingfest“ gemacht werden – wegen kleinerer „Missetaten“ . Sie seien, in Absprache mit den Eltern, für einen gewissen Zeitraum zum Reinigungsdienst verpflichtet worden. Doch Rainer Ahrens vermutet schon damals nicht diese Gruppe hinter dem Gros der Taten, vermutete hinter den Taten auf dem Grundschulspielplatz ältere Jugendliche.

Das Gelände der Grundschule am Speckenbach stand Kindern bis zum Alter von 14 Jahren in der Zeit zwischen 7.30 und 20 Uhr als Spielplatz zur Verfügung. Das will die Verwaltung ändern, das Areal solle künftig eben kein öffentlicher Spielplatz mehr sein.

Weiterhin wird um erhöhte Aufmerksamkeit der Bevölkerung gebeten.   mks

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