Neuer Schiedsmann der Samtgemeinde Siedenburg tritt offiziell sein Amt an

Ulrich Steinbeck freut sich auf „spannende Herausforderung“

Bei der offiziellen Amtseinführung: Gisela Eschenhorst, Horst Eschenhorst, Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens, Maren von Frieling, Sonja Husmann (Ordnungsamt Samtgemeinde Siedenburg), Ulrich Steinbeck und Melanie Steinbeck (von links). 
Foto: Kurth-Schumacher
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Bei der offiziellen Amtseinführung: Gisela Eschenhorst, Horst Eschenhorst, Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens, Maren von Frieling, Sonja Husmann (Ordnungsamt Samtgemeinde Siedenburg), Ulrich Steinbeck und Melanie Steinbeck (von links). Foto: Kurth-Schumacher
  • Martina Kurth-Schumacher
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Siedenburg – Kirsten Grabowski, Direktorin des Amtsgerichts Sulingen, hatte am 6. Mai Ulrich Steinbeck als Schiedsmann der Samtgemeinde Siedenburg förmlich verpflichtet, jetzt folgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde die offizielle Amtseinführung in der Verwaltung.

Konrad Wolf hatte sein Amt im September 2019 nach 13 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit aus persönlichen Gründen niedergelegt, seitdem lief die Suche nach einem Nachfolger. Auf einen im Januar in der Kreiszeitung erschienenen Artikel hin bekundete Ulrich Steinbeck aus Borstel Interesse.

Während der siebenmonatigen Vakanz hatte Horst Eschenhorst (Harbergen) die Aufgaben übernommen. Er ist bereits seit 2013 als stellvertretende Schiedsperson im Amt. „Wir sind stolz und glücklich, dass du diese Zeit überbrückt hast“, betonte Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens. Sein Dank galt auch Steinbeck für seine Bereitschaft, sich zu engagieren. Dieser sei angesichts seiner Erfahrung im Umgang mit Menschen eine gute Besetzung.

In der Samtgemeinde fallen jährlich zwischen zwei und vier Schlichtungsanfragen an, in der Hauptsache handelt es sich um Nachbarschaftskonflikte. Horst Eschenhorst war im vergangenen halben Jahr einmal als Streitschlichter im Einsatz. Er übergab Protokollbuch, Kassenbuch und Dienstsiegel an Ulrich Steinbeck.

Maren von Frieling, Vorsitzende der Bezirksvereinigung Verden des Bundes Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen (BDS), versorgte Steinbeck und Eschenhorst mit Informationsmaterial und bot sich als Ansprechpartnerin an. Der Bezirk Verden betreut 111 Schiedspersonen und ist damit landesweit der größte.

Der Samtgemeinderat hatte Ulrich Steinbeck (54) am 11. März einstimmig zum Schiedsmann gewählt und Horst Eschenhorst aus Harbergen für weitere fünf Jahre als stellvertretende Schiedsperson bestätigt. Bedingt durch die Corona-Pandemie hat sich der Termin für den Einführungs- und Vertiefungslehrgang verschoben. Der Grundlehrgang wird im November stattfinden, weitere Angebote zu den Themen Zivilrecht, Strafrecht, Nachbarschaftsrecht oder Mediation sollen folgen.

Er sei gespannt auf seinen ersten „Fall“, sagt Steinbeck, von Beruf Versicherungskaufmann. In der kommunalpolitischen Arbeit und seiner Tätigkeit im Verein habe er erfahren müssen, dass viele Menschen „auf Krawall gebürstet“ seien. Er nehme es als spannende Herausforderung, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen.

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