Beginn des Zeltlagers in Borstel wetterbedingt auf Sonntag verlegt

Starkregen statt Eröffnung

Viel Arbeit war notwendig, um den Platz herzurichten. - Foto: mks

Borstel - Von Martina Kurth-Schumacher. Am Samstag um 10.30 Uhr war die Entscheidung getroffen. Der Beschluss der Verantwortlichen um Kreisjugendfeuerwehrwart Lars Genthe: „Aufgrund der aktuellen Wetterlage und der ungünstigen Wetterprognose für den weiteren Tagesverlauf wird der Beginn des Zeltlagers, zu dem rund 1800 Teilnehmer angemeldet waren, auf Sonntagmorgen verschoben.“

„Der Zeltplatz ist total nass, es macht keinen Sinn, die Jugendlichen unter diesen Bedingungen anreisen zu lassen“, erklärte Pressesprecher Matthias Thom. Starkregen hatte den Platz aufgeweicht, innerhalb kurzer Zeit waren rund 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Darüber hinaus war ein Blitz in einen Mast der Zeltplatzbeleuchtung eingeschlagen, auch die Bühnentechnik war in Mitleidenschaft gezogen. „Ich finde das gut, dass für heute alles abgesagt wurde“, sagt Ulrich Harms (Ripke Elektrotechnik, Sulingen), der die Schäden mit seinen Kollegen am Nachmittag behob: „Das wäre doch zu gefährlich gewesen.“

Die Organisatoren hatten wenig Zeit, ihren Frust auszuleben: Es gab zu viel zu tun. Mit Hochdruck wurden die Wassermassen von den Zeltplätzen abgepumpt, Abflussgräben gezogen, die Wege mit Rindenmulch abgestreut. Improvisationstalent war außerdem bei der Trockenlegung der Parkflächen gefragt. Hier galt es, Schaden zu begrenzen. Ulf-Enno Meyer: „Die Zufahrten zu unserem einzigen Parkplatz waren total aufgeweicht, wir mussten sie verlegen.“

„Nützt ja nix“, wurde zum geflügelten Wort unter den zahlreichen Helfern, die trotz oder gerade wegen der besonderen Situation am Samstag in großer Zahl vor Ort waren. Sie hielten ihre Posten, obwohl der ganz große Ansturm der Gäste ausblieb. Überwiegend gut gelaunt zeigten sich die Betreuer aus den 52 Jugendfeuerwehren, die sich bereits am Samstag auf dem Zeltgelände einquartiert hatten. Die Beschilderung der Zeltplätze mit „Eingeschränkter Winterdienst“ oder „Hauptsache mit Spaß dabei“ zeugte von Optimismus. Oder von „Galgenhumor“.

„Schön, dass alle so gute Laune haben“, sagte Jugendfeuerwehrwart Christian Brauer aus Borstel. Immerhin hatte das 25-köpfige Organisationsteam die erste „Wasserprobe“ bestanden. Brauers Bilanz: „Eigentlich können wir zufrieden sein.“ Für den Fall der Fälle kündigte Peter Ahlers, stellvertretender Gemeindebrandmeister, weitere Unterstützung durch die Kameraden aus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen und aus Rüssen bei der Platzsicherung an: „Der 4. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft ist in Alarmbereitschaft.“

Die späte Anreise der Jugendlichen stellte das Küchenpersonal vor eine große Herausforderung: Für Samstag hatten sie rund 1 350 hungrige Gäste mehr kalkuliert. Umdisponieren musste auch Tobias Nill, Chefplaner des Orientierungsmarsches. Dieser sollte am Samstagabend stattfinden. Rund 80 Freiwillige aus den Reihen der Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde und zweier befreundeter Ortsfeuerwehren, die ihre Unterstützung bei diesem Event zusagt hatten, standen quasi schon in den Startlöchern.

Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager in Borstel - der Sonntag

„Ich freue mich, dass alle Helfer flexibel sind – Betreuer und Streckenposten wollen auch im Fall einer Terminverlegung dabei sein“, sagte Tobias Nill am Samstagabend. Die aktuelle Meldung aus der Zentrale der Kreisjugendfeuerwehr: Der Nacht-Orientierungsmarsch soll am Dienstag nachgeholt werden.

Kreisjugend-Feuerwehrzeltlager in Borstel

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