23. Irish-Open-Air am 6. August: Crest of Gordon, Cobblestones, The Keltics und Nobody Knows spielen auf

Staffhorst ist bald wieder reif für die grüne Insel

Die Premiere von Nobody Knows kam beim letzten Irish-Open-Air gut an – am 6. August ist das Quintett in Staffhorst erneut mit von der Partie. - Foto: www.nobodyknows.de

Staffhorst - Hunderte Fans von Insel-Folk und dunklem Gerstensaft pilgern alljährlich zum Irish-Open-Air an Wolters Gasthaus in Staffhorst – bestimmt auch am Samstag, 6. August, wenn Friedhelm „Fidi“ Wolters zum 23. Mal diese Party steigen lässt. Wie kommt es eigentlich, dass sich die Veranstaltung noch immer so großer Beliebtheit erfreut? „Die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Ich habe das Gefühl, es liegt daran, dass wir das Ganze bodenständig halten und nicht voll auf die kommerzielle Schiene gehen“, vermutet Wolters. „Wenn wir das Open Air richtig ,pushen‘ würden, kämen noch deutlich mehr Gäste, glaube ich – aber dann wäre das ,Wohlfühl-Ambiente‘ weg. Und das will ich nicht.“

Was den Vorbereitungsaufwand anbelangt: „Ich werde 48, mit 25 ist mir das leichter gefallen. Aber es macht auf jeden Fall noch Spaß“, betont Wolters, der mittlerweile von der Umzäunung über den Tanzboden bis zur Bühne alles aus eigenen Beständen aufbauen kann. Die „ordentliche Grundlage“ für frisch gezapftes Stout und Brown Ale (ja, Pils ist auch zu haben) liefern unter anderem Pizzazungen, Nackensteaks, vegetarische Bauerntaschen – und neben dem „Kaffee-Mobil“ gibt es einen Stand mit gebrannten Mandeln: „Die Kombination sorgte beim letzten Mal für einen total netten Duft auf dem ganzen Platz“, schwärmt „Fidi“ Wolters.

Der setzt musikalisch komplett auf Formationen, die sich schon in die Herzen der Irish-Open-Air-Fans gespielt haben: Tradition hat, dass um 19 Uhr mit dem Aufmarsch von Crest of Gordon das Festival beginnt – die Dudelsackspieler und Trommler sorgen auch in den Umbaupausen für eine schottisches Note. Anschließend treten die Cobblestones an, die Gäste mit wildem Party-Folk auf die Tanzfläche zu locken: „Irish und Scottish Folk mit Charme und Witz“, verspricht Wolters, „meist derb und krachend, manchmal auch verträumt und wehmütig.“ The Keltics rufen dann „Kiltrock vom Feinsten“ als Motto aus, genauer: „Harmonische und fetzige Rocksongs, Balladen sowie bekannte Traditionals haben sie im Repertoire.“ Eine gelungene Premiere feierten 2015 „Nobody Knows“ beim Irish-Open-Air in Staffhorst, die nach Herzenslust Irish Folk mit deutscher Folklore, Weltmusik, Polka und Eigenkompositionen kombinieren – „und weil sie so gut angekommen sind, haben wir sie nochmal eingeladen.“

Friedrich Wolters würde sich freuen, wenn am 6. August wieder viele Gäste aus den Landkreisen Diepholz, Nienburg, Verden, aus Bremen und darüber hinaus bei ihm zu Gast sind. Da hat wohl jemand die Nummernschilder Autos studiert? „Nein“, lacht Wolters, „ich gehe gerne durch die Menge, und wenn ich neue Gesichter sehe, frage ich einfach nach: ,Na, wo kommt ihr denn her?‘.“ 

ab

Mehr zum Thema:

Trumps Mauer wird auch Tiere voneinander trennen

Trumps Mauer wird auch Tiere voneinander trennen

Lautstarker Protest gegen Trump am "Not My President's Day"

Lautstarker Protest gegen Trump am "Not My President's Day"

Flugzeug stürzt auf Einkaufszentrum: Fünf Menschen sterben

Flugzeug stürzt auf Einkaufszentrum: Fünf Menschen sterben

Kulinarische Tour im Londoner East End

Kulinarische Tour im Londoner East End

Meistgelesene Artikel

Jagd auf Punkte, Judokas und Chorgesang

Jagd auf Punkte, Judokas und Chorgesang

Spielmannszugtreffen in Kirchdorf: „Lasst uns Musik machen“

Spielmannszugtreffen in Kirchdorf: „Lasst uns Musik machen“

Mundgemachter Pop trifft auf Donald Trump

Mundgemachter Pop trifft auf Donald Trump

Lauter Knall schreckt Bewohner auf

Lauter Knall schreckt Bewohner auf

Kommentare