In Siedenburg ist die Gemeinschaft gefragt

Ehemalige Bäckerei Schacht soll „Dorfzentrum“ werden

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Bürgermeister Detlef Metzlaff gab Einblick in den aktuellen Stand der Planungen.

Siedenburg - Die ehemalige Bäckerei Schacht soll „Dorfzentrum“ werden. Was bisher Luftschloss war, soll „zeitnah“ konkret werden. Bürgermeister Detlef Metzlaff gab 40 interessierten Einwohnern und potenziellen Nutzern am Samstag Einblick in den aktuellen Stand der Planung.

Die Gemeinde hatte die Zwangsversteigerungs-Immobilie und ein anliegendes Privathaus Ende 2014 erworben, beide sind „versorgungstechnisch“ miteinander verbunden. Der Rat habe im Haushalt 2017 finanzielle Mittel für die Planung bereitgestellt, erklärte Metzlaff: „Wir müssen die Immobilie in ihrer Gesamtheit sehen. Auf der Grundlage der Pläne können wir Förderanträge stellen.“ Grünes Licht habe der Rat für den Umbau in drei Bauabschnitten gegeben.

Archiv soll bessere Bedingungen erhalten

Erster Schritt sei die Schaffung von Räumen für das Archiv, das zur Zeit unter ungünstigen Bedingungen im Bauhof untergebracht ist. Küche, Büro und Flur sollen hierfür genutzt werden, sie erhalten ebenso wie die Wohnung im Obergeschoss einen eigenen Zugang von außen. Bauabschnitt zwei – er ist der kostenintensivste – ist die Neugestaltung des Ladenlokals. Metzlaff: „Geplant ist eine Begegnungsstätte inklusive einer Verkaufsstelle für regionale Produkte.“ Einige Anbieter hätten bereits Interesse angemeldet. Ziel seien verlässliche Öffnungszeiten und ein tragfähiges personelles Konzept.

Die insgesamt rund 300 Quadratmeter große Fläche im Untergeschoss wolle man möglichst offen halten, um eine flexible Nutzung zu ermöglichen. Als letzte Ausbaustufe sei der Umbau der ehemaligen Backstube zu einem Schulungs- und Gemeinschaftsraum.

Gemeindedirektor Rainer Ahrens sagte, man werde anhand der Planunterlagen Kosten kalkulieren und entsprechende Anträge stellen. Die Gemeinde erwartet für die geplanten Investitionen öffentliche Zuschüsse in Höhe von bis zu 50 Prozent. Vor der Entscheidung über mögliche Förderungen dürfen keine baulichen Maßnahmen erfolgen. Detlef Metzlaff hält den Ausbau des Archivs und den Start des zweiten Bauabschnitts im Jahr 2018 für realistisch.

„Kein Weiterkommen, wenn alle in Deckung gehen“

Nach wie vor sei der Arbeitskreis „Unser Dorf hat Zukunft“ offen für alle, die sich mit Ideen einbringen, wie man den Raum künftig mit Leben füllen kann. Sein Versprechen: „Wir werden alle Vorschläge ernst nehmen.“ In dieser Sache sei die Gemeinschaft gefragt, appellierte Metzlaff an die Einwohner, insbesondere an die Mitglieder des Rates, sich einzubringen: „Wir kommen nicht weiter, wenn alle in Deckung gehen, wenn Arbeit anliegt oder es um die Planung geht.“

Schon im Rohbau kann die Immobilie für die eine oder andere Veranstaltung genutzt werden. Auch hierfür sucht der Arbeitskreis Ideen. Einen ersten Vorschlag brachte Ulrike Reinsch am Samstag ein: Sie plant für den Herbst eine Kunstausstellung – mit Musik zur Vernissage.

mks

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