Kurrende-Sänger in der Kirchen- und Kapellengemeinde Mellinghausen/Siedenburg treffen auf dankbares Publikum

Senioren bekommen Adventsständchen gebracht

Mit Gesang eine Freude bereiten – das tun hier Karin Stepp, Olesja und Mirko Kenneweg mit ihrem vierjährigen Sohn Maxim.
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Mit Gesang eine Freude bereiten – das tun hier Karin Stepp, Olesja und Mirko Kenneweg mit ihrem vierjährigen Sohn Maxim.

Mellinghausen/Siedenburg – „Das geht einem durch und durch“, bekennt Inge Holthus, die am Sonntagnachmittag ein Ständchen von Imke Bruns und Liane Lütkebohle erhält. Besonders schön: Luca Lütkebohle (19) begleitet die Weihnachtslieder der Kurrende-Sängerinnen spontan auf der Geige.

„Ein Besuch bei älteren Gemeindegliedern, die aufgrund ihrer Lebenssituation in der aktuellen Corona-Lage wenig Möglichkeiten haben, am Leben teilzuhaben – dürfen wir das?“ Diese Überlegungen standen am Anfang des Kurrende-Singens, das der Vorstand der Kirchen- und Kapellengemeinde Mellinghausen/Siedenburg für den dritten Adventssonntag plante.

„Wir haben uns nach allen Seiten abgesichert“, sagt Gunda Küfe. Letztendlich habe man für die Idee grünes Licht vom Kirchenkreisamt und auch vom Superintendenten bekommen: „Sie haben die Sache sogar stark befürwortet. Da ist uns ein Stein vom Herzen gefallen.“ Dass die geltenden Hygienevorschriften eingehalten werden mussten, verstand sich von selbst. Die Vorgabe: „Die Advents- und Weihnachtslieder werden vor den Haustüren oder Fenstern gesungen. Und im gebotenen Abstand.“

Die Kirchenvorsteherinnen Imke Bruns und Gunda Küfe, die das Singen initiiert und organisiert hatten, konnten für die Aktion viele sangesfreudige Gemeindeglieder gewinnen. Diese machten sich am Sonntag auf den Weg – in der Regel in Zweiergruppen. Die größte Schwierigkeit sei gewesen, die Familien auszusuchen, sagt Gunda Küfe: „Wir haben uns lange beraten...“ Jedes Duo steuerte sechs bis sieben Haushalte an und traf dort auf dankbares Publikum. Teilweise haben ganze Familien den Konzerten gelauscht oder sogar mitgesungen.

Er habe nicht lange überlegen müssen, ob er sich anschließt, sagt Luca Lütkebohle, der schon in früheren Jahren bei ähnlichen Aktionen der Kirchengemeinde dabei gewesen ist. Gleiches gilt für Mirko Kenneweg und seine Familie, die zusammen mit Karin Stepp unterwegs waren. „Anderen eine Freude zu machen, gibt einem selbst viel“, bekräftigen die Sängerinnen und Sänger. Gern erinnern sie sich an ihre Haustürkonzerte als Flötenkinder, die unter der Leitung von Karin Stepp über 25 Jahre Tradition hatten.

Begleitung auf der Geige gab es von Luca Lütkebohle für die Sängerinnen Imke Bruns (links) und Liane Lütkebohle.

Pastor Burkhard Westphal begrüßt die vom Kirchenvorstand organisierte Aktion: „Die Menschen freuen sich, dass sie gerade in diesen Zeiten nicht vergessen sind.“ Sein Dank galt den Kurrende-Sängerinnen und -sängern, aber auch Elke Siemers und Karin Hollmann. Sie hatten die Windlichter vorbereitet und dekoriert, die die Laufchöre als Segenslicht bei den von ihnen besuchten Senioren ließen.

Freude gemacht zu haben war für die Akteure gleichermaßen Belohnung und Motivation. Ob es eine Neuauflage im kommenden Jahr geben wird, werde man im Kirchenvorstand besprechen, kündigt Imke Bruns an. In dieser von Corona geprägten Weihnachtszeit seien die Hausbesuche auf jeden Fall ein gutes und richtiges Angebot gewesen: „Es ist in diesen Wochen wichtig, dass die Kirche zu den Menschen kommt!“

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