Schärfere Tempolimits in Borstel?

Rat der Samtgemeinde Siedenburg stellt sich hinter Lärmaktionsplan

Die Gutachter schlagen für die Ortsdurchfahrt Borstel eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde vor.
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Die Gutachter schlagen für die Ortsdurchfahrt Borstel eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde vor.

Siedenburg/Borstel – Im September 2020 hatte der Rat der Samtgemeinde Siedenburg die Aufstellung eines Lärmaktionsplans gebilligt und für die Gemeinde Borstel ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das Verfahren der öffentlichen Auslegung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ist inzwischen abgeschlossen.

Das Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hatte im Zuge der Bundesstraße 214 Handlungsbedarf gesehen. Grundlage ist die EU-Umgebungslärmrichtlinie, nach der schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm verhindert oder gemindert werden sollen.

Zentrale Aussage der Gutachter: Als geeignete Maßnahme zur Lärmminderung kommt eine Absenkung des Geschwindigkeitsniveaus in Frage. Zum Schutz der dort wohnenden Bevölkerung vor Lärm und Abgasen sollte die Samtgemeinde Siedenburg die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt Borstel zwischen dem Weg „Brockhoff“ und dem östlichen Ortseingang ganztags auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzen. In der „Siebziger-Zone“ zwischen der Nienburger Straße 12 und der Nienburger Straße 36 im Ortsteil Bockhop könnte die zulässige Geschwindigkeit für Autos und Lkw am Tag und in der Nacht beziehungsweise nur für Lkw (ganztägig oder nur nachts) auf 50 km/h reduziert werden.

Noch gilt Tempo 70 auf der Bundesstraße 214 in Borstel-Bockhop.

Die Mitglieder des Rates der Samtgemeinde Siedenburg stellten sich im Rahmen ihrer Sitzung am Mittwochabend in der Siedenburger Sporthalle einstimmig hinter den 24 Seiten umfassenden Aktionsplan. „Wir möchten ihn aber auch umgesetzt wissen“, betonte Ratsherr Dieter Engelbart. Für unerlässlich halte er in diesem Zusammenhang Geschwindigkeitskontrollen. Ratsherr Jens Köroska nannte, neben der Lärmreduzierung, eine höhere Verkehrssicherheit als positiven Aspekt. Während bei Samtgemeindebürgermeister Rainer Ahrens bezüglich der Realisierung die Zuversicht überwog, zeigte sich Ratsvorsitzender Torsten Güber skeptisch: „Erst einmal ist das nur ein Plan. Ob und wie er umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt.“

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