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Rund 900 Gäste feiern „Buddy’s Revival Festival” in Ohlendorf

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Von: Martina Kurth-Schumacher

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Die „JMB Band“ aus Wittorf spielte am Samstag auf.
Die „JMB Band“ aus Wittorf spielte am Samstag auf. © Jens Köroska

Ohlendorf – Franz „Buddy“ Badinski hätte die Veranstaltung gefallen. Der 2016 verstorbene Musiker, Urgestein der Sulinger Musikszene, ist Namensgeber von „Buddy’s Revival Festival“, bei dem am Freitag und Samstag auf dem Hof Wolf insgesamt rund 900 Besucher das Leben feierten. Und die Musik. Gastgeber war der vor drei Jahren gegründete „Music Club Ohlendorf“.

Schon die erste Band war vielversprechend. Während die Besucher auf das Gelände strömten – weit gereiste Gäste ebenso wie Musikfreunde von nebenan – gaben Dusty Darren Kuba (Leadgesang, Gitarre), Andreas Subbotin (Schlagzeug) und Josua Aaron Lück (Bass) alles für einen guten Festivalstart. „Es ist nicht so einfach, wenn man als Erster dran ist, die Leute müssen erst warm werden“, sagte Dusty Darren. Das Trio heimste viel Lob ein für durch die Bank eigene, feingeistige Stücke, deren Rhythmus in die Beine ging. Die Band hat seit vielen Jahren einen guten Namen, spielte schon vor 5 000 Zuhörern. Der Auftritt in Ohlendorf war der erste größere mit ihrem neuen Bassisten, der „bis 2020 noch nie ein Instrument in der Hand hatte“: eine gelungene Premiere.

„Danke, dass ihr uns den Weg bereitet habt“, sagte Oliver „Olli“ Röhrscheid. Er stand zusammen mit seinen „Praktikanten“ als nächster auf der Bühne. Zu tanzbaren Cover-Versionen bekannter Rock- und Popsongs trauten sich die ersten Musikfans auf die Tanzfläche, das Publikum kam in Feierlaune. Auftritte der „Icemans Bruder Band“ (Rock und Blues) und der Gruppe „Anlasser“ (Heavy-Deutschrock) komplettierten das Line-up am Freitag.

Festivalstart mit der Dusty Darren Band.
Festivalstart mit der Dusty Darren Band. © Kurth-Schumacher

Auch am Samstag wurde den Festivalgästen Kontrastprogramm geboten. „Akkis Garage“ präsentierte eigene Rocksongs mit punkigem Einschlag und deutschen Texten, die Bielefelder Band „JOY5“ um Leadsängerin Jenni Pola mischte Eigenkompositionen und Coversongs von Sade bis Stevie Wonder: Pop, Soul und Funk im Stil der 80-er und 90-er Jahre. Beim Auftritt der „JMB Band“ kamen Fans von Country und Rock auf ihre Kosten. Zum Abschluss drehte die achtköpfige Mittelalter-Rockband Angrivarii noch einmal richtig auf: rockiger Dudelsacksound zum Abfeiern.

„Olli und die Praktikanten“ sorgten für Feierlaune.
„Olli und die Praktikanten“ sorgten für Feierlaune. © Kurth-Schumacher

Das Motto „umsonst und draußen“ gefiel ebenso wie die bunte Musikmischung und das familiäre „Gartenparty-Ambiente“. Dass die Gäste zufrieden waren, zeigte sich auch an ihrer Spendenbereitschaft: Insgesamt ergab die Hutsammlung für die Bands rund 3 000 Euro. Die Kosten für GEMA, Genehmigungen und Bereitstellung der Infrastruktur konnten aus dem Verkauf von Speisen und Getränken gedeckt werden. Felix Wolf, Vorsitzender des „Music Clubs“ geht davon aus, dass ein Plus für die Vereinskasse bleibt.

Das Festival war für den „harten Kern“ des 30-köpfigen Vereins ein Kraftakt, allein der Auf- und Abbau nimmt acht Tage in Anspruch. Unter anderem dieser Aspekt wird in die Überlegungen einfließen, ob es 2023 eine Neuauflage gibt.

Gartenparty-Ambiente am Freitagabend.
Gartenparty-Ambiente am Freitagabend. © Kurth-Schumacher

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